day_4

hmm an einen aufbruch vor 11:00 uhr ist nicht festzuhalten. obwohl ich recht frueh von heftig debattierenden nachbarn geweckt wurde. erst mal brillen putzen, so geht das nicht. aber denn. wohlan, peu-schote, jez musst du gasen.

und so tat er auch, der gelbe giftzwerg. allein, sein fahrpersonal hatte die glorreiche idee, an der kueste entlang fahren zu wollen, und so zwar etwas weiter und langsamer, aber umso schoenere aussicht zu geniessen. ha. und ich sage: HA! mein lieber lumpi da hast du was erlebt. erstens: ja, die ersten kuestenortschaften sind natuerlich huebsch. ja, schoen anzuschaun. jaja, nette buchten, nette straende, nettes alles. aber dann reisender, musst du uebern berg rueber. halli-hallo, da wird serpentint und geschlaengelt, dass die querlenker nur so krachen. da wuenschst du dir einen nullten, und wenn geht einen minus ersten gang, damit du da heil rauf kommst. gut gut, geht auch. auch am berg isset ja ganz hypsch. und da auch noch eine herde frischer ziegen. mecker. mecker. glotz.
aber das endet nicht! das endet NIE und NIMMER! das zaaaht sich wie ein nudelteig und hoert einfach nicht auf! du bist ueber den zweiten, dritten berg drueber und denkst, na jez aber, bitte wieder ebene, nix da! und du siehst mal wieder eine baracke … und du siehst mal ne ausgemergelte kuh … du siehtst jede menge dung … und wieder eine baracke … aber das hoert. nicht. auf.

und dann doch ein lichtblick. mitten im nir-gend-wo ploetzlich eine strasse. multi-spurig will ich sagen, und das schild daneben labert wohl was von EUfoerderung. recht so, denkst du, da weiss man was man hat. und du schoepfst hoffnung. und du kansnt wieder fuffzich fahren, anstelle von dreissig. und du jubilierst und freust dich. und dann. dann? issi aus, die super-foerder-strasse! einfach so, wie sie angefangen hat, ratzeputze weg. und schlimmer: da is nur mehr schotter! heilige asphaltiermaschine, was is da passiert? EUgelder einfach aus? mirnixdirnix? versiegt in den griechischen anden?

du zweifelst an deinem verstande. du zweifelst an deinen karten. du zweifelst an den beschilderungen. du zweifelst daran, dass du heilen reifens da jemals durch und drueber hinweg koemmst. du zweifelst daran, dass deine wasservorraete dich vor dem enden als touristische mumie mit schrumpfkopf bewahren.
und doch. du siehst lebende, echte menschen. du kratzt dein letztes griechich zusammen und stammelst “para’kalo, pu’inš volos?” was nicht viel heisst, ausser “bitte, wo ist Volos?” und die augenpaare werden unglaeubig, und du siehst, aber verstehst nicht die frage, warum um zweiteufelsherrschaftszeiten ein bleicher touri uebern berg faehrt, und nicht diretissima per frickin’ motorway …
doch die richtung stimmt, sie deuten und sie zeigen, und sie nicken, aeh bestaetigen, is ja alles nicht so einfach, also weiter da, noch ein berg. gut is.
hin: viereinhalb verkickte stunden, zurueck ueber die autobahn: grade mal anderthalb. so schmeckt abenteuer.
wo geschaetzter leser, du also niemals hinwillst, sprich mir nach: du willst nicht nach Sklithros. nicht nach Elafos. noch weniger nach Kalamaki. und nein, ganz und gar nicht nach Kanalia. nicht nach Agia, nicht nach Keramidi, nicht nach Veneto, und schon ueberhaupt gar nie und nimmer nach Kamari. du willst nicht nach Kerassea, oh nein, ganz bestimmt nicht. und in Glafira willst du nicht mal tot und begraben sein. oh du willst lieber aussaetzig sein und fusslahm, verkraetzt und vertrippert, taub, blind und/oder bekontaktlinst, du laesst dir lieber alle zaehennaegel von einem griechichen pannenhelfer einzeln mit einer rostigen zange ziehen, als dass du eins sein willst: in Glafira.

das einzig gute an Glafira ist, dass es bald aus ist, und dahinter Volos am firmament zu erblicken ist.

und zweitletzteres, also Volos, nicht das firmament das waere ja letzteres, haelt was es verspricht. da gibt es dufte strandpromenaden, palmen und andere publikumswirksame vegetation, einen hafen mit allerlei wasserbefoerderungsmitteln in den verschiedensten groessen und auspraegungen und strandcafes. dort kann mensch fein eine latte trinken, und vermutlich auch maennlichere formen von bruehbohnengetraenken.
so euphorisiert, wieder zivilisation zu erfahren, dass mich sogar roxette nicht abschreckt. it must have been love. hm. schon das dritte lied. hmm. die spieln das ganze album. hmmmmm. mir scheint, das ist wieder it must have been love. hmmmmmm rauf und runter spielen die das. egal.

dann eben kraeftig einen abschlendern.
etwas die strandpromenade rauf und runter, waghalsige muetter beobachten, die mit wehenden haaren und grimmigem blick auf unterdimensionierten zweiraedern ihre gesamte familie transportieren. waren das gerade vier stueck? nee oder?

spaeter gespeist. ja, sorry, ich hab halt schon um 1830 hunger, tourist, you see? was kann ich dafuer dass hier alles erst um 2000 in die gaenge kommt. dafuer bringt er mir zur strafe eine halbe kuh, mit aeh irischer butter. die kuh war fein, die butter war aeh butterig.

die rueckfahrt war erfreulich kurz, unglaublich wie schnell einem so eine autobahn vorkommen kann… als ich bei erlaubten 120 mit 110 eine polizeistreife ueberhole (die fahren wie es scheint immer mit blaulicht, vermutlich praeventiv) gast mir hinten ein mini rauf, und lichtblinkt was das zeuch haelt.
will mich ordnungsgemaess nach rechts bewegen blinke sogar unmediterran zu diesem behufe, da ist er schon drueben, will rechts vorbei und macht mords rabazz. grade noch das ganze adrenalin runtergeschluckt, als die polizeistreife, die sich das schauspiel von hinten gegeben hat, den mich schon wieder ueberholt habenden zu verfolgen beginnt. der macht kilometerweit keinerlei anstalten zu halten, denkt wohl auch ‘blaulicht? praeventiv.’
irgendwann muessen sie doch mittel gefunden haben, ihn von ihrer ernsthaftigkeit zu ueberzeugen, ich ziehe wieder an ihnen vorbei.

noch ein tip zum tagesabschluss: wer naechtens noch oliven nascht sollte die kerne nicht faul aufs nachtkaestchen legen, nebst der oropaxen …

day_3

wobei … die zeitrechnung mir inzwischen schwerfaellt. “heute wieder ruhiges meer.” mon dieu dachte nie dass ich sowas mal schroebe. hahaha.
scheine taeglich nicht vor 12:00 uhr aufzuwachen. hmm wenn man einberechnet dass das zuhause dann 11:00 uhr waeren auch nicht weiter schlimm.

aktiviere immer wieder lustlos den airport, in der unsinnigen hoffnung, jemand haette ueber nacht einen accesspoint vorbeigetragen.

was tu ich nu heut? man koennte sich natuerlich diese komische quelle ansehen, die kokkino nero ihren namen gibt. dann fragt man sich, wie dorthin pilgern. mit dem auto, mit dem fuss? und eher jez so in der *fruehe* oder spaeter? fuer tagsueber sproeche das licht, das ist dem fotofiszieren zutraeglich, so sagt man. meine geistigen faehigkeiten scheinen mit der dauer meiner anwesenheit hier dahinzuschmelzen.
man koennte natuerlich wieder wie ein stueck bleiches treibholz am strand liegen. dochdoch, das ginge.

was will ich denn so mitbringen, an mitbringsel und zeuch?

  • olivenoel. da fragt man sich natuerlich wie transportieren. die feilgebotenen plastikflaschen sehen eher semistabil aus.
  • oliven? hmm das koennte eine aehnliche schweinerei verursachen.
  • opa wollte paprikasamen. und lederpantoffeln. mjo das gibz hier nicht wirklich.
  • kartenschreiben sollt ich. hmm viel mehr als http://ruebchen.viscom.co.at/auch1 faellt mir da auch nicht ein.
  • sonja wollte tsatzikigewuerz. pffff alter schwede.
  • sand fuer die auntie. nun gut, thats easy.

fuer das ganze zeuch braeuchte ich eine touristisch aufgeschlossenere ortschaft wie zb hmmm. keine ahnung… wie hiess diese hafenstadt: volos.

richtig, tanken sollte ich. der kleine franzose schluckt ohne ende. wobei ich diese schnittige digitalanzeige da so interpretiere, dass der kerl ohne klima *nur* 8.0 liter auf 100km verdampft, und nicht 8.2, wie mit.

na mal die pfotobeute importieren.

dann also rumgeliege am strand. die melanome brauchen futter.

abends die unglaublich beruehmte quelle von kokkino nero besucht. die spuckt das namensgebende rote wasser aus, und schmeckt, naja, hmm. roetlich, rostig, etwas prickelnd im abgang. vermutlich ist es mindestens so heilbringend wie das wasser aus lourdes, wenn nicht doppelt so. es tritt augenblicklich zumindest eines der nachfolgenden phaenomene ein, je nach menge der konsumation auch mehrere: wohlbefinden, ausgeglichenheit, schoenheit, intelligenz und oder wohlgeruch. ob dem ganzen noch ein handfester durchfall folget bleibt abzuwarten.

danach noch blindlings eingekauft – bloedsinnige touristenpreise inklusive deppensteuer – und lecker gegessen. ich kann nicht 100% sagen was es war, der groesse der fische nach tippe ich auf sardinen, knusprig frittiert. die wahl fiel nicht schwer, von vier fischgerichten waren eben drei ‘no’ und eins ‘yes’. also denn. dazu ein gottgegebenes tsatziki, es muss einfach am yoghurt liegen, dass die das so zaeh und wolluestig hinkriegen. da hoert man noch die kuehe bloeken und die schafe gurgeln.

fuer morgen plane ich einen laengeren ausflug nach volos, das von herrn baedeker immerhin mit einem fetten roten stern ausgestattet wurde. das meint uebersetzt dann soviel wie: hafen vorhanden, pittoreske hafencafes vorhanden, archeologisches museum nicht weniger vorhanden. bittschoen, ich lass mich ja locken.

day_2

die einwaehlversuche bleiben bislang ohne erfolg. gruende dafuer: 1. dem iBook ist nicht recht klar, wie es mit einem SEM K608i umgehen soll. da fehlen treiber, bzw ein paar zeilen in einer .plist datei. 2. das password fuer den zugang zu one erhaelt man wenn man per sms an 4321 die buchstaben PWT sendet. schoen gut, das geht aber von hier aus nicht. nicht mit vorwahl, nicht ohne, nicht gar nicht. 3. das netz bietet wies scheint nicht mal gprs, grade mal 9600 ueber gsm sind zu erwarten. hmmm, naja, wenns wenigstens das waer.
aber egal, heut flutsch ich mal nach larissa, und seh mal obs dort wo netz gibt. immerhin 300k einwohner, sagt mister toni, also kann mir nicht vorstellen dass die ohne auskommen.

und sie tun nicht! theweb ist bevoelkert von gaming junkies, aber biddeschoen, sie haben firefox, openoffice und secureCRT. das nenn ich zivilisation.

day_1

stilllllleben mit iBook aufm balkon. das hintergrundbild lebt, plaetschert, vogelzwitschert, und den allgemeinen wohlgeruch kann meine gauloises auch nicht sehr stoeren. alles so echt hier, das nimmt mich komplett mit.

sms funktioniert, telephonie funktioniert. mms ist luxus, manchmal gehts ueber die 3roamings raus, die freunde von one haben so ihre probleme – oder die one sim-karte mit dem entsperrten 3 handy. naja, auch recht. wer braucht schon das neumodische klump.

internet haett ich doch gern. wlan hab ich noch keines gefunden hier im umkreis. ich glaub man kann froh sein ein banales kupferdrahtiges telefonkabel zu finden. erwaege im hinterkoepf funknetz.at nach .gr zu bringen. das wuerde sich doch hier anbieten. was heisst anbieten: aufdraengen.

fuers naechste mal: zumindest die einwahldaten fuers handy und ein kabel fuers festnetz mitnehmen, soviel retro muss sein. bzw, soviel planung. das optimistische hoffen auf funk bleibt ein solches. quaele cloudy@home mit supportanfragen.

bisher noch kein stechendes, saugendes, humanophiles, erheblich lautes, oder sonstwie unfreundliches insekt erlebt.

erwaege wahrhaft und tatsaechlich, meinen bleichen, schwammigen kadaver durch auftragen diverser schmieren sonnenresistent zu machen, und dort hinunter und hinueber zu wanken, um fett und faul unterm schirm zu liegen[haha, jetzt hab ich lieben geschrieben. nee also, mal halblang. die omis sind zwar augenscheinlich nett, aber immer langsam mit den jungen pferden …], und ein nicht-digitales buch zu lesen.

need to buy cigarettes. um. soon.

tatsaechlich ins meer gestiegen. tatsaechlich eingeschmiert, tatsaechlich geflosst und stundenlang in der sonne gelegen. das mit dem schwimmen ist so eine sache. mit 8.5 dioptrien sieht man naturgemaess nicht besonders. drum traegt man eine brille. selbige ist zum schwimmen nur solange geeignet, als man sie auf hat. das funktioniert weitgehend, sieht aber definitiv nicht besonders aus. ohne geht auch. dann sieht man halt nischts. gut, den strand so im weitesten sinne schon, und auch das wasser, aber sonst nicht viel. bleibt noch die kontaktlinsenvariante, vielleicht unterstuetzt mit einer schwimm- oder tauchbrille. dazu muss man kontaktlinsen tragen wollen, und sie ferner auch mithaben.

ich habe bis auf ganz wenige ausnahmen, naemlich diese ein-tages-sofort-wegschmeiss-dingers noch nie gerne kontaktlinsen getragen. habe aber welche mit. die sind gut fuenf jahre alt, wurden zirka zweimal getragen und regelmaessig voll des schlechten gewissens sorgsam mit einem eindrucksvollen system aus sprudelnder reinigungsfluessigkeit mit katalysator und freiwerdendem sauerstoff undso gereinigt und aufbewahrt. das reinigen mit diesen geraetschaften hat dermassen unterhaltungswert, dass mir nie in den sinn kam, sie zu entsorgen. kann also nix sein.

bleibt also das nicht-tragen-wollen.
irgendwas in mir straeubt sich zutiefst dagegen, gegenstaende jedweder natur im auge herumzutragen. ob es nun splitter, insektenbeine, staubkoerner, aschefloeckchen, wimpern, regenschirme, tischbeine, oblaten, einhoerner, elektrische zahnbuersten oder eben kontaktlinsen sind ist mir gleich, ich mag das nicht.
auch bin ich kontakt-scheu ansich, und sollte sich so eine linse dazu durchringen, bei und an mir bleiben zu wollen liegts meist an mir, der diese form der naehe bald wieder beendet.
das schwimmt und kratzt und braucht immer einige zeit, bis es dort sitzt wo es hinsoll, und wenns dann dort ist, bleibts auch nie dort, und wehrt sich instinktiv gegen die woelbung meines auges.
einst hatte ich als vollkommener neuling und damals noch auf die frage nach ‘linsen’ ausschliesslich ‘mit speck’ antwortender das zweifelhafte vergnuegen, von einem sicher wohlmeinenden optikermenschen richtig klassisch ‘harte’ aufs aug gedrueckt zu bekommen. (hoho kalauer hin kalauer her)
das endete einen tag spaeter damit, dass ich 6,45 stunden rotzend und erbaermliche schmerzen leidend schulunterricht ertragen musste, weil mir in der ersten viertelstunde des tages das linke linschen, dieses elende mistviech ins untere, augennahe lied rutschte, und dort auch mit gewalt und zaehneknirschen nicht mehr hervorzukriegen war. erst zuhause angekommen gelang es mir mithilfe eines saugers, und einer weiteren stunde sucherei. sie muessen verstehen, das praegt.

die one-day wegwerf dingers – ich haette sie vermutlich zur sicherheit nur einen halben getragen – waren da hingegen ganz anders, das fand ich jahre spaeter heraus. ein anderer optikmensch wollte mich auf die mal anfixen und schenkte mir eine probepackung. ich war aufgrund meiner erfahrungen rastlos begeistert weil ich sie kaum bis nicht spuerte, und sie ueberhaupt ein convenienteres handling versprachen, so raus und weg und zippe zappe. nur hat jeder dealer seinen preis, und der war damals so hoch, dass ich mir alle zwei monate eine neue brille kaufen haette koennen. fuer jemand, der damals seine brillen vier, fuenf jahre trug (das zeug war auch mal teuer, imaginieren sie einfach eine zeit vor pearl und deichmann – nee, wie hiessen die? vielmann!) voellig indiskutabel.

das vorhandene paar stammt aus einer zeit danach, als ich mich wieder mal auf die sache einlassen wollte, die technik gehoerigen fortschritt suggerierte und die krankenkassen milde gestimmt waren. das sind nun meines erinners nach ‘halb-harte’ for whatever that may mean. die versprachen die vorteile der einen mit denen der anderen zu verbinden, und waren somit gekauft.
die nachteile der einen hatten sie tatsaechlich nicht, aber von den vorteilen der anderen konnte ich auch nicht besonders viel bemerken. so lagerten sie eben hin bis zu diesem tage, und haben es wenn schon zu sonst nix, zumindest zu einer griechenlandreise gebracht.

day_0

lufttransport unspektakulaer. interessant war, dass der koerper das fliegen immer noch spannend findet, und dementsprechend reagiert. der geist meinte selbstbewusst das gehoert schon so. cola um EUR 2,50 getrunken. drecks economy flug – immerhin eine gratis – wooohooo – zeitung gekriegt. halbherzig nerdy zeitschritft gelesen, und mehr oder minder unvermeidbar: zwei lustigen griechen zughoert/schaut, die sich neben mir spasshalber schlugen. erwaehnenswert nur, weil die purschen weit ueber 50 wahren.

am zielflugzeughafen grober aerger darueber, bisher noch kein einziges mal passportisiert worden zu sein. haaallo?? wo sind die biometrie-geraetschaften verdammt? und wofuer hab ich dann frikkin’ EUR 80,– geblecht? schengen ok, aber leute die einen _neuen_ pass haben sollten zumindest ihnen zuliebe ausnamsweise kontrolliert werden, mit einer obligatorischen erwaehnung der tatsache dass der pass noch eben so schoen, neu, und unbenutzt ist. und einen fretten stempel wolln wir neupassbesitzer auch. verdammt noch eins.

dann raus, an den kartontafelhaltern vorbei, hin zur kraftfahrzeugverborge. ueberaus huebscher liv tyler-verschnitt erklaert mir dass meine visa nicht funktioniert. kaboum. nach mehreren hektischen tabakroellchen und erfolglosen versuchen, bargeld abzuheben (danke maestro) die visa dependence in .at angerufen (danke roaming gebuehren) und erfahren, dass mein letzter softwarekauf (US$ 10,– bei littlemachines.com) so sehr nach fraud ausgesehen hat, dass sie mir die karte zur sicherheit gesperrt haben. sic! nach gepresstem gezetere dass das schon so stimme und seine richtigkeit habe und warum und woher und links und rechts meinte der wasti er wuerde sofort wieder entsperren, und tatsaechlich, kaum macht mans richtig gehts auch.

einen peugeot 1007 ausgefasst. das sieht von aussen erheblich gelb und eigentlich ganz schnittig aus, hat aber elektrische schiebetueren, die selbst dem schwindlichsten geriatriepatienten noch den muehelosen aus- und einstieg ermoeglichen. bin mir sicher die wussten, dass ich in einen ort fahre, wo eher griechische pensionisten hinwollen als technikabhaengige thirtysomepersons.
die kiste geht ganz gut, hat vor allem klima, und saeuft wies scheint elendiglich, man kann tatsaechlich der tanknadel beim abwaertssinken zusehen. vermutlich einfach zuviel gewicht und schmonz fuer den wunz-motor. aber gut, 130 scheint die kiste zuwege zu bringen, und mehr als 120 scheint hier eh nirgends erlaubt zu sein. die fahrt dauert etwa zwei stunden und ist recht unspektakulaer. man sieht sich halt staunend um, bemerkt immer wieder die ungewohnte duerre, und erfreut sich andrerseits des anblicks von erheblichen wasseransammlungen der anderen seite, aja: meer.

das letzte stueck gehts auf recht abenteuerlichen strassen recht huegelig auf und ab, an schroffen steinschlagfelsen entlang und deutlich langsamer dem ziel entgegen. und schon bist du am arsch der welt.

schliesslich auch toni mandalis gefunden, der freundliche, englischsprechende vermieter of mine.

tatsaechlich erinnert er sich an einen teacher with two kids vor etwa 25 jahren, der bei der familie potos hauste. wenn man drueber nachdenkt will man wirklich glauben dass die welt ein dorf ist.

die apartements sind blitzesauber. soviel ist klar. kein unerwuenschtes kleingetier, kein schwammwuchs in den feuchtraeumen. der rest ist schwierig zu beschreiben. wer auf 50er charme steht wird sie moegen. es ist alles da was man braucht, einer kueche mit kuehlschrank, gasherd, einer grundausstattung an geschirr, ein bad, ein eigenwilliges klo, zwei betten wo notfalls vier leute platz haetten, diverses gestuehl und getische, und ein balkon mit blick aufs meer. und blick aufs meer heisst hier: sagen wir 25 meter. nix in der art “da dort jenseits des horizontes koennte man einen blauen streifen erahnen” einfach blick aufs meer. einfach die stiegen runter, ueber den strand getrappelt und swoosh.

abends noch den tavernenmann ums eck dazu bewogen, doch noch souvlaki herzustellen und mir ein bier bringen. das zeug kam gut, allerdings war ich der einzige gast in einem lokal mit sicher 100+ plaetzen – das mag mit der hochsaison zusammenhaengen, die schlicht und ergreifend wohl grossteils eins ist: naemlich vorbei.
moeglicherweise kommen da aber auch sonst nicht mehr. der behauser wollte dann jedenfalls viel lieber mit seiner familie fernsehen/abendessen als einem bleichen touri mehr geld abzunehmen als unbedingt noetig. auch recht.

des naechtens dann noch die rechtfertigung fuer das mitnehmen giftgruener oropaxen. ein grueppchen menschInnen erfreut sich des meeres bei nacht. kali nichta.

name des reisenden:

omi god omi god. er hat gebucht. er hat tatsaechlich gebucht. nach langem gezaudere, wie was wo und warum eigentlich, und so unerfahren in reiseangelegenheiten und wo isses denn guenstig und soll nicht lieber doch pauschal? ja? nein? weissnicht? habeangst?

und dann einfach ratzfatz opodo angeworfen und ordentlich muecken abgelegt fuer einen flug ohne hotel. dann noch ordentlich muecken abgelegt fuer eine bleibe ohne flug. dazu kommt dann noch ein mietauto ohne das eine oder das andere, aber – Sie haben recht: fuer ordentlich muecken. herrgott, wass kost’ die welt. hin will ich. und nei-en, diesmal nicht mit der czech-air – sei sie fuer ihre guenstigkeit gepriesen – aber 6einhalb stunden moecht ich nicht zuerst nach rom und dann erst nach ‘thes. nee duu. austrian airlines jawohl. muss man doch die volkswirtschaft undso. und ueberhaupt: solide patriotisch. baerch!! gab einfach nix andres, vier tage vorher. verdammt. hach.

zu zwecke der bleibe derlei freundliche griechen angerufen. der erste, direkt in ‘kok meinte sinngemaess: “english? english: no! … english? never! NEVER!” … vorausgesetzt, ich habe das recht verstanden. strinrunzel. da kommt dann durchaus ein bisserl angst dazu. never? ich mein hmm … was hat der denn fuer einen erfahrungsvorrat?

der zweite, nur 2km weiter, in k’soup hingegen sprach allerperfektetestens english, da kann man sich die zaehne abschlecken. und meinte jaja, soll nur kommen. gar kein problem. namen wollte er, datum, und passt. gut sag ich, dann passt. hellas!

und der preis? “… aeh hello? hallo?”

aber was. passt heisst passt.

l’idee fixe

nach etwa 25 jahren dorthin nach griechenland, wo wir mit den eltern als kinder waren. also kokkino nero. ein vorwiegend pensionistischer schwefel eisenoderso heilquellen-kurort an der oestlichen festland-kueste, erreichbar zb von thessaloniki aus. kokkino nero heisst rotes wasser, drum. district larissa. noch fragen?
warum dorthin? man koennte doch weitaus guenstiger und stressfreier eine pauschalreise auf eine insel kriegen … so pipapo flug und hotel mit muchos sternen in einer reihe und pool und transfer fuer finfhundert eurohs. stimmt. koennte man. die antwort ist klar und deutlich: ich weiss es nicht. drum ist die idee ja eine fixe.

es gibt 25 jahre alte fotos, es gibt 25 jahre alte normal8 filmchen, und einen projektor der des abspielens kaum noch maechtig ist. note to myself: der muesste zuerst mal repariert werden. wie will man sonst ahnenforschen.
und dann die reise selbst. wie tun? naja per fluggeraet nach thessaloniki und dann mit … hmmm … bus? bahn? mietauto? mit’m moped an der kuestenstrasse entlang?

muss mal so ein richtiges, echtes reise-bureau aufsuchen. ich glaub ich war ueberhaupt noch nie in sowas. die sind mir fremd wie coiffeure. haare kann man selber schneiden, halt immer wenn der zopf zu lange is unten was wech, und gut is. mein gott was das geld spart! stellen Sie sich vor: 17 jahre kein friseur, da koemmt schon was zusammen. jetzt wollte ich glatt schreiben: aber reisen kann man nicht selbst. hae?
nur zwei stunden von thessaloniki entfernt waere das, schreibt da jemand.
oder die hardcore variante. wie die eltern damals mit dem renault4 zwei tage lang durch die karpaten den balkan tuckern, diesmal halt mit dem popelchen, was aber wohl zirka aufs selbe rauskommt. die angst vor wegelagerei kommt auf. und bleibt.

auf ebay gibts wohnwagen ab EUR 1,– unglaublich! das waer natuerlich auch eine moeglichkeit. aber das popelchen hat grade mal 60PS oderso, und keine anhaengerkupplung. das zweitere laesst sich aendern, das erstere wohl eher nicht. was wiegt ein kleiner campingwagen? brauch ja nicht viel gedoens. oder?

oder einen campingbus, ein wohnmobil. eine titanic wie gonzo aus chefarzt tripper john. oder ein hippieesquer VWbus. selbstversorger auf den strassen. immer diese autarkie-gelueste.