POST XP

die POST-experience wird auch immer *besser*. komme heute nach hause, finde ZWEI gelbe zettel. eins von amazon, eins ein R-brief. fahre zur post, bekomme ein amazon paket. den R-brief gibts erst morgen ab 10:00 (!) uhr. ich mein, ich weiss, weil ich mich leider schon oft damit beschaeftigen musste, dass das eine und das andere NICHTS (mehr) miteinander zu tun hat, dass es sich um voellig unterschiedliche zustellpersonen oder gar -subunternehmer handelt. das weiss ich. nutzt mir aber nix. ich muss ZWEIMAL aufs postamt. 10:00 uhr bringt mir gar nichts, weil ich da ueblicherweise arbeite. also kann ich erst abends hin. heisst soviel wie einen ganzen werktag spaeter. damit ist die experience aus kundensicht mit verlaub (oder auch ohne): einfach ARSCH. ich wuerde eine wiederverstaatlichung der post ag begruessen. da war das service zwar auch nicht besser, aber unterstellterweise wurden zumindest die menschen weniger ausgebeutet.

betong! betong!

aber ich wollte doch nur eine ebene flaeche zum aufstellen einer gut erhaltenen, ollen gartenhuette schaffen.

also kratz ich erde wech. das zeuch wird immer mehr statt weniger. scheibtruhenweise weggekarrt, und trotzdem schauts aus, als ginge nüschts weiter. nüüschts.

also saeg ich thujen um. is doch alles im weg!

also hau ich die verfickten wurzelstoecke raus.

mit der axt. kleinweis, stueck fuer stueck.

und was find ich: betong. nix als betong.

betonfundamentbatzen eines laengst vergangenen hundezwingers. vor dreissig jahren vom grossvater mittels einer *guten mischung* betoniert. tiefblaue farbe, wenn Sie verstehen was ich meine. mehr zement als sonstwas, hart, als wuerde es nochmal zwei weltkriege aushalten. als waeren da einst anstelle astreiner lassie-caniden tonnenschwere Ölöfantän kaserniert worden. arrrrrgh.

also stemm ich.

und kratz ich weiter.

und wieder: betong.

DAMN YOU BLOODY CONCRETE!

doch was muss ich merken, das hier ist anders.

das hier ist so … gleichmaessig.

JAA VERDAMMT NOCH EINS, was ist denn dieses?

EIIIIN SCHAAAAAAAAATZ???!!!!111elf bin ich reiiiich? innerlich gluecklich glucksend “… und meine dienerschaft, ernaehrt sich nur von weissbrot und orangensaft … das find ich fabelhaft!”

oder gar *schauder* der FÜÜÜÜÜÜHRRRRRÄÄÄÄRBUNKÄÄÄÄR? doch nicht reich … aber beruehmt???

nödu, is wohl nur der regenwassersickerschacht, den ich eigentlich vor dem haus erwartet haette, und nicht hinter ihm.

hm.

na eh auch schoen!

särrr schön.

immobilienverkaufsinnenraumphotographien

klickt man sich gelangweilt ziellos durch immobilienanzeigen, stoesst man unweigerlich auf photoletten von wohnungsinnenraeumen, die bei mir oefters mal ein seltsames, einerseits interessiertes, aber oft auch befremdliches gefuehl hinterlassen. nachvollziehbar, schliesslich will man die zu begutachtenden raeumlichkeiten ja mit eigenem leben fuellen, und nicht unbedingt an anderen, bestehenden solchen teilhaben.
die im foto befindlichen gegenstaende sagen doch ab und zu was aus, ueber die aktuellen, oder eben sonstwie vorangegangenen bewohner.
sie erschweren aber mit unter auch die vorstellungskraft, was die planung fuer zukuenftiges betrifft.

ob die betreffenden einrichtungen dann mehr oder minder geschmacklos daherkommen, liegt sicherlich im auge des betrachters. ich habe natuerlich auch eigene vorstellungen davon, wie man innenraeume gestalten soll oder kann, aber das ist eine debatte fuer sich. es liegt mir fern, da jetzt unangenehm urteilen zu wollen, es geht mir mehr ums verstaendnis im allgemeinen.

wie zb so etwas zustande kommt, wuerde mich schon interessieren.

was tut man hier, wenn man hier sitzt, mit dem kastl links und dem fenster rechts, und die finger zufrieden uebers (kunst?)leder gleiten laesst?

worauf blickt man?

auf den 200cm flatscreen an der kuechenwand?

oder blickt man doch aus dem fenster raus, zur schnellstrasse davor?

schnuppert gluecklich am duftkerzchen am fensterbrett?

erfreut sich an der selbstgemalten blumenborduere?

zupft das vorhaengchen zurecht?

fragt sich, wer SCHON WIEDER den gelben stoff-hummer hinter dem sessel versteckt hat?

oder prueft man doch ab und an den ladezustand des handstaubsaugers?

zur sicherheit?

ich sage es Ihnen, ich weiss es nicht.

ledercouch? schlitz ich auf.

(q: immobilienstandard)

sa na ma!

ren
2012-01-22

mein opa sagt zu dingen die er irgendwie schlecht findet, also so zwielichtig, minderwertig, ungut, uebel, seit jahrzehnten – aber geh, was heisst – eher seit JAHRHUNDERTEN:

“des is sanamabäätsch.”
wie bitte?
jo genau.
ebenso, wie er “dschinque” fuer aehnliche anlaesse verwendet.
das ist irgendwie schief, verbogen? das ist “dschinque.”

natuerlich kann man das halbwegs mit “cinque” herleiten, aber woher die negative konnotation?
nur, weil die italiaenische “5” halt leider leider ungerade geraten ist? das war uns alles nicht klar.
aber natuerlich hamma das uebernommen, wir familienmitglieder, ohne genau zu wissen, was das heissen soll.
man hat es halt erst nachgeplappert, spaeter einfach sinngemaess verwendet, wie das eben kinder tun.
man hat halt ab und zu hochgezogene augenbrauen und fragende blicke geerntet, wenn man zu sehr in der eigenen “familien-sprache” parlierte.
aber so richtig gewundert hats uns nicht.

wir haben halt vermutlich angenommen, naja aufgrund seiner urigen herkunft, seiner sprache, sein deutsch-serbokroatisch-ungarisch-donauschschwabisch-voyvodinisch … vielleicht sogar italiaenisch? … wird das schon was heissen, der ausdruck.

“SANAMA BÄTSCH”
wir wussten nie wie man sowas schreibt.
vielleicht, ans ungarische angelehnt:
“SA NAMMA BECS”
nur … wer ist dieser herr Becs, und was zum teufel hat der boeses getan, dass man ihn ja schon quasi-schimpfwoertlich benutzt?
wurscht. es ist einfach in den familiendialekt uebergegangen, wie andere “family-isms”, die man mal auflisten sollte, ueberlege ich gerade …
ich bin mir sicher, jede familie hat sowas.

heute wollten wirs aber irgendwie doch wieder mal genauer wissen, wie das war, damals, und woher das kommt, und warum ueberhaupt, und frugen nach.
und oh wunder.
oh wahn.
es kommt gar nicht aus der “alten heimat” dem “gelobten land” mit dem fruchtbaren boden da unten, der batschka, der voyvodina, im heutigen serbien.
nee. du.
es is viel banaler.
er hat das einst auf einer der seltenen reisen gehoert.
von einem typen, der das genau so abwertend gebraucht hat wie der grossvater seitdem auch.

das war in canada.

“sanamabäätsch” hat er tatsaechlich damals verstanden, als deutsch/serbokroatisch/ungarisch- aber eben NICHT (!) englisch-sprecher.

mein lieber lumpi!

sonofabitch.

So schaffen auch Sie es: vier kilo an einem tag abnehmen!!1elf

wir haben die antwort!

brechdurchfall.

wendet die wintersonne!

gestern vollmond, heute wintersonnenwende.

luna zieht heftig an unseren rueben, und die halbe nordhalbkugel erfreut sich daran, dass die scheinbare geozentrische ekliptikale Länge der Sonne 90° oder 270° beträgt.” (wp)

schoener koennen das die durchgeknallten esoteren, die da unterstellterweise naechtens rumtanzen vermutlich auch nicht formulieren.

in other news:

beim schweden gewesen und neuer TINDRA duftkerzen ansichtig geworden. eine gefaellige abwechslung vom einheitsbrei, wie ich meine.

zu linker hand sehen Sie Thunfisch, unweit rechts davon: Lachs.

thunfisch'n'lachs

heilbutt und kohlrabi kaeme erst zwotausendelf, wie mir die mitarbeiterin erklaerte.

man stelle sich vor: ich bin seit ziemlich genau etwa mehreren wochen vom gefuehl her krank-werdend, und doch seit ebensolange-plus-eins eben-knapp-nicht-krank-seiend.

aber nu gehts mal rischtisch mit dem winter los, dann wird das schon.

ein glyckskeks von unlaengst sieht das auch so:

“DAS LEBEN WIRD EINE POSITIVE WENDUNG NEHMEN”

ich sach mal: na und die sonne erst.

jemand auch

so permanent muede wie ich hier?

ja? nee? die jahreszeit?

hm.

schlafe zzt taeglich etwa 38 stunden.

is doch nich normal, ist es nicht?

alarms

ein meist gutes zeichen dafuer, wie wichtig, sinnvoll, nutzbringend jegliche form von zeitmanagement tool ist, sind die oft wenig kreativen, oder sagen wir gleich: realitaetsfernen beispieltexte von zeitmanagementtoolsbeschreibungstexten oder -videos. beispiel? sehen Sie sich doch mal diese schoenheit an: http://www.mediaatelier.com/Alarms/ und damit meine ich das dortige beispielvideo. was tut er da so, der werte beispielsterminplanende?

– call dad

– procrastinate

– surf web

also bittschoen, ich will ueberhaupt nicht die eleganz und sinnhaftigkeit dieses tools prinzipiell in frage stellen, ich hab nur irgendwie den verdacht, dass der beispielhaft ausfuehrende das tool selbst nicht verwendet, wenn er _dafuer_ einen planer braucht. kann man da nicht was realeres reintun? etwas ueberfuelltes, chaotisches, aufwaendiges? wo ist sonst der mehrnutzen?

dabei ist das eh noch so anders als die anderen, also so gut, irgendwie.

was will ich eigentlich damit sagen?

ich weiss ja auch nicht.

ich kauf das vielleicht jetzt.

molger-musique

stellen Sie sich vor, Sie schaun seit gut 35 jahren in denselben allibert.

alsogut, ja, nein: nicht ununterbrochen.

halt morgens.

Sie kaempfen morgens taeglich mit hilfe von natrium- oder kaliumsalzen von fettsaeuren oder aber auch nur mit alkoholhaeltigen feinsprueherzeugnissen der ueberdeckung gegen die abfallprodukte irdischer sekretionsvorgaenge an, und steigen aus der dusche, und rubbeln das duschdampfkondensat von ihm ab, und kucken hinein, in seine in wuerde ertruebten spiegeltueren, um zb festzustellen: “ja, schon, eh noch da.” oder “aiaiai, was vierundzwanzig stunden so anrichten koennen.” oder “himmelherrgott muss ich erst vierzig sein, damit ich keine pickel mehr krieg?”

also, das waere er, der allibert.
derselbe.
35 jahre lang.

das ist schon lang, selbst fuer einen allibert!

unten dran hat er zwo laden, von denen eine beliebte, ihren inhalt ins darunter befindliche waschbecken zu ergiessen, wenn mensch wieder mal vergass, dass die ladenzurueckhaltegegenhebelchen leider keine 35 jahre, sondern sagen wir nur zwoelf gehalten haben, und deshalb die lade nicht mehr ordnungsgemaess mit anschlag zurueckhielten, sondern dem ladenherauszieher eine ungewollte, weil grenzenlose freiheit des ladenherausziehens ermoeglichten.

denkt man daran, geht man damit um.
in vollster konzentration und sorgfalt wird die lade eben nur bis zentimeter 13,7 herausgezogen, und dann haelt sie auch.
ist man besoffen oder nur sonstwie schlapp denkt man nicht daran, und flopp.
35 minus 12 jahre lang.

das geht einem dann doch irgendwann auf die nerven.

hinter seinen tueren verbirgt allibert das, was mensch meist urlang nicht braucht.
weil das, was man uroft braucht, is eh gleich am beckengesimse, in griffweite.
urwenig oft braucht man zb original “NUVOLA Trocken-shampoo”.
wie das in meinen besitz und damit in den allibert kam, ist nicht ueberliefert.
ob es noch funktioniert, ebenfalls nicht.
schon aber, dass es definitiv einmal funktioniert hat, und beileibe ansich, von der idee her naemlich, keine schlechte solche ist.
“Trocken-Shampoo”, werden Sie fragen: “shampooniert man nicht üblicherdings feucht?”

mitnichten!

stellen Sie sich nur vor, Sie haben weder zeit zum duschen, noch zum haarewaschen: kein problem!
allibert auf, deodorant in die eine, NUVOLA in die andere hand, und dann mit der jeweils richtigen einmal kurz spruehen, und einmal kurz stauben. umgekehrt weiss man nicht genau. richtig herum wirken Sie in Ihrer sozio-olfaktorischen aussen-wahrnehmung genauso wie geduscht, nur mit einem verschmitzten geheimislächeln im gesicht. wenn das nicht ein vorteil ist!

drum bedankt man sich gerne beim allibert fuer seine jahrelangen dienste, lacht sich ob der eigenen selbstaufopfernden sparefreudigkeit ins faeustchen, und montiert ihn schliesslich doch ab, und montiert einen 100×60 molger hin, und gut is.

der kann auch spiegeln, und das sogar groesser. man brauchte mindestens zwo komma fuenf alliberts, um auch nur annaehernd die spiegelwirkung des molger simulieren zu wollen. und sein wir uns ehrlich: dieses wissenschaftliche experiment waere zwar im sinne der grundlagenforschung wuenschenswert und ebenso -voll, naemlich wert. in unserer zweckdienlich ergebnisorientierten welt scheuen wir den aufwand aber doch, und lassen mal alle fuenfe grade sein, und murmeln ein leises “wird schon stimmen” in unsere mehr oder minder ausgepraegten vollbaerte.

ach ja, die musique.

die war heut im bade-radio, und ist einfach nur traenendrueckend schoen. weil wenn mehrstimmigkeit, dann legt sich bei mir ein schalter um, und die seelen-saiten fangen an zu vibrieren, und der bauchige korpus macht mit, und alles freut und jubiliert und die gooses im koerperinneren machen nach aussen hin ihre bumps und wenn dann noch banjos dabei sind, ja dann kann man eh nur mehr wohlig seufzen, und einen vergessen lassen, dass dienstag noch lange nicht freitag ist, undso.

achja, und weil wir hier schliesslich im internetz sind, wo es alles gibt und wo man klicken kann und ploetzlich sind nackte mödchen am geschürm aber ooopsie, nein das wollte ich doch gar nicht, hier auch was fuer Sie, aber ohne nackt, und ohne mödchen.

wie? nicht neu? ja eh nicht. na und? ich auch nicht. scheiss die wand an.

aufraeumarbeiten

ladies and gentlemaedchen, Sie sehen hier eine teilrestaurierte miezeKC.

zwo zehen der linken hinterhand mussten weg, der rest bildet fuerderhin einen veritablen rock’n’roll-gruss:

ImI

was die sehne rechts so tut, wird man sehen muessen.

aber, so sagen die tierdoktoren: es besteht verdacht auf hoffnung. :-]

danke euch allen fuer die warmen worte! *sniff*