motovunderbar

mehr oder minder durch zufall auf motovun gestossen.
aber wie sonst auch?
das dingens ist ein winziges festuengchen aufm berg mitten im nix.
also wirklich: wie irgendjemand auf die idee kommen konnte, aus welchen gruenden, warum gerade auf diesen huegel eine kleine, nee wirklich, befestigte mini-siedlung entstehen muss, bleibt mir ein raetsel. fluchtburg, schreibt wikipedia. ich glaube eher an “findets uns eh nie”- bzw “glaubt uns ka mensch”-burg. aber so isses.

und wenn Sie also das naechste mal durch den resselpark wanken, mit dem spritzbesteck in der hand … ach nee, das ist ja dort nicht mehr. anyhow. dann denken Sie an die waelder von motovun, wo der oheim ressel als k&k forstbeamter taetig war!

aber genug wiki-wissen, das allein reicht bei weitem nicht.

ham sich die moto-vunesen auch gedacht, und *trommelwirbel* ihre pferde erschossen. nein! bzw: weiss ich nicht! aber: ein proper filmfestival auf die beine gestellt.
und da kommt leben auf den berg, da kommt halb bobo-kroatien – und interessanterweise verschwindend wenig deutschsprachiges touristenpack – und kraxelt auf den berg, um dort in saemtlichen beschreibungsversuchen widerstand leistender, aber selbstverstaendlich atemberaubender athmosphaere unter freilicht und im sonnenuntergang cineastische zuckerln zu verknuspern, und dem vorzueglichen abendprogramm an bands zu lauschen.

und so taten wir auch, und so kraxelten wir … nicht wirklich, sondern wurden perfekt rauf-ge-bus-t, und so speisten wir platten vom fleisch und vorzuegliche pasta tartufi, und so sahen wir nicht nur Arvottomat (Die Wertlosen) von A+M Kaurismäki, sondern auch den letzteren hoechstselbst. ja gut, werden Sie sagen, Arvottomat, pffff, schon ein aelterer hadern, aus dem 82er jahr, kalte fish! ja und, sag ich, mir aber wurscht, kannte ich noch nicht, und gut war und ist der immernoch und ueberwiegend!

und ein wenig von ismo alanko ham wir auch noch mitbekommen, die was sind wie Sie vielleicht erraten, auch so eine vinski band. ‘ein wenig’ nur deshalb, weil wir ganz sicher eh immer den soundcheck einer band viel besser und lustiger finden, als das eigentliche konzert, und nicht etwa, weil wir alte menschen hunzmued nicht bis 01:30 bei da nacht warten wollten …

alles in allem aber wirklich nette leut, wirklich freundliche, wirklich friedliche stimmung, wirklich wirksame wunderathmosphaere.

muss ich noch unbedingt das freie wlan erwaehnen? ja? nein? lebensqualitaet!

wenn Sie heute noch losfahren sehen Sie noch was, bis freitag hamse zeit.

quarks.

‘vergiss mich’ aus ye goode olde iRiver ha-dreihundertzwanzisch. sehr sehr schoen. ‘gloria’-kaffee aus der alu-espresso-spucke.

die vormittagssonne knabbert am verbleibenden schirmschatten. das notgedrungene mindernetbook roechelt heiser vor sich hin.

was wurde eigentlich aus Jovanka von Willsdorf?

wenn ich wollte, wuerd ich bei dir sein.

there’s no leopard like snow leopard

ja eh.

aber das komisch ruckelnde exposé bitte wieder gut machen.

verschaerfter strafvollzug

ich mein, ja gut nichtwahr.

wer das hier in die warteschleife tut, ist auch von dem hier nicht weit entfernt.

schrecken die vor gar nix zurueck?

auchnoch

oh vielen lieblichen dank fuer das hier werte agentin bettyspaghetti, aber das verstehen die menschen doch gar nicht vollinhaltlich, wenn sie nicht die antwort auf im dunkeln leuchtende handtuecher gesehen haben.

herr zack s. – der im uebrigen herrn zach b. sehr aehnlich sieht, is auch ziemlich grossartig.

wenn schon romantisch

dann so romantisch.

junge frau und alte maenner

ren
2008-10-05

da ist ein junges, offenbar fragiles wesen und gibt ein konzert.
da ist weiters ein sichtbar alternder mann, der nicht leise wird.
und ein pressemann sieht sich das professionell an und schreibt darueber.

hat zum teil recht, schreibt reflektiert aber irgendwie.
passt da was nicht.

ist ein 55jaehriger ein clown, wenn er auf der buehne, was dem publikum unten verboten ist, raucht und sich augenscheinlich in einen zustand der aufgebrachtheit und auch muedigkeit trinkt.

aber was ist offenbar, und taeuscht dieser augenschein im lichte der darbietung vielleicht

und freut sich nicht der am buehnenrand cds und tshirts verkaufende entertainer doch, und auch, und gerade erst recht, wenn er von einer zuseherin gekuesst, umarmt wird.

macht er nicht grossartige, laute musik

und dann ist er so weit weg vom rechthaben, der pressemann oder besser vom verstaendnis, und vom verstehen.

dann hat er am selben abend etwas anderes erlebt.

man kann sich wohl ein wenig lustig darueber machen, dass anja plaschg als soap and skin kaum verstaendlich ins mikrofon murmelt

man kann sich auch gedanken darueber machen, ob ihre schuechternheit glaubhaft ist – immerhin ist dies eine oeffentliche darbietung, immerhin spielt sie auf einer buehne immerhin

sie steht auf, trinkt wasser, sagt etwas wie: weil, oder als ob sie ein loch hat oder haette

man kann sich selbst die frage stellen, ob man seinen eindruecken glaubt. ob all das, was man selbst nach all dem, was man in der zeit, zwischen sagen wir 17, 18, und heute, etwa 15 jahre spaeter so erlebt hat, gehoert hat, rezipiert hat, ob dem zu trauen ist, was man hier sieht, praesentiert bekommt – weil es auf eine art verstaendlich ist und bekannt, vertraut.

man kann sich viele fragen stellen, und aus dem fragen nicht mehr rauskommen, und immer weitere aufwerfen

ob man in wuerde gealtert ist, ob es sowas gibt
ob man weit weg ist, im eigenen erlebenshorizont, von dunklen, schreienden gedanken

die eltern fuehren einen schweinemastbetrieb, schreibt skug. die tochter sampelt das geschrei der schweine, und baut es in ihre musik ein.

ob man, waere man in der lage, im alter des alten punks, sich nicht ebenso nach erledigten ‘contractual obligations’ bei allem punk nach der show ins hotel wuenscht, zu einem simplen ‘greasy burger’.

ob die eigene teenage angst einst nicht genau so in klaenge zu fassen versucht worden waere, haette man und wuerde man gehabt haben

haette man selbst diese beruehrende ausdrucksstaerke, diese kraft und diesen willen zum rausschreien gehabt.

die traenen, die den zugeschnuerten hals aufreissen

aber mit dem fuesschen aufstampfen, und sagen, alterstrotzig, genau darum, und ichkennemeinenicobesseralsdudeinenico, also wissend sein, gerade jetzt wissend sein, das darf man nicht.

PreSonus kauf ich nicht

ren
2008-09-22

ich habe gustav bis gestern nicht live gesehen.
das ist ein unentschuldbarer fehler, ein unwiederbringlicher verlust.

aber.

ich habe gustav gestern live gesehen.
ich habe gustav gestern im sogenannten brut zu wien live gesehen.

und gustav ist nicht nur eine umwerfende musikerin, hat nicht nur eine unglaubliche stimme, und macht nicht nur intelligente, wunderschoene musik, das war mir alles bekannt. sie ist auch ein live-talent ohne gleichen. und die band ist fein.

es scheint ihr eine naive begabung zu crowd control innezuwohnen. es scheint! naivitaet ja, aber wenn ueberhaupt, dann im sinne von aufrichtigkeit. gar nicht leichtglaeubig, ganz und gar nicht unwissend, und schon gar nicht einfaeltig. sondern eher “ich will die kinder weinen hoeren” und “how kind of you to let me come”. mit soviel geist, so klug, dass das hirn vor freude mitjauchzt, und purzelbaeumende freudentraenen schiessen laesst.

unglaublich sympathisches “I say ‘uh-hu’ – you say ‘uh-hu-uh'”, von uns (?) troegen fm4oe1weissnichtbobos anfangs etwas zoegerlich, doch dann zunehmend enthusiasmiert mitzelebriert.

publikumist: “digital ist besser.”
gustav: “… sagt der volksmund!”

aber als ihr mitten im lied die externe soundkarte abkackt zeigt sich die wahre groesse. noch groessere groesse. grossartigkeit!

hier erklaert sie fundiert und ohne hast was fuer ein scheissteures drecksteil das sei, zieht parallelen zu alptraeumen wo alle anderen bekleidet, und nur man selbst aus unklaren gruenden ‘unten ohne’ sei, und nennt demonstrativ den hersteller – PreSonus – und auch bereits getestete alternativen.

auch mixerseitig habe sie auf der aktuellen tour schon einiges geschossen, Soundcraft und Mackie, um nur einige zu nennen. sie verwende nun durchaus Beringer, eine eher im billigsegment angesiedelte marke, die sich dementsprechend zwar nicht mit ueberragender qualitaet ruehmen kann, sich aber bislang als zuverlaessig erwiesen hat.

gustav, ich glaube dir.
es wird alles wieder schoen.

haben Sie eigentlich

ren
2008-08-12

das hier schon verdraengt? ja? nein? ist ja lange her. hehe.

emotionale seltsamkeit in kurzen sommerphasen

ren
2008-08-08

angenommen man hoert via radioblogclub zufaellig hoobastank – the reason und findets ploetzlich nur mehr ganz wenig tyntig sondern eher fast ein bisschen ja eigentlich schon ziemlich viel gut, dann ist trotzdem noch alles in ordnung oder? oder? bitte schon, ja? so sagen Sie doch!?!

ich mein, hooba stank, so heisst doch keiner. wer stank? huber stank! (hh)

danach kozeitank immerhin die eels mit novocaine for the soul. pfuh. immerhin.

nicht auszudenken wenn ploetzlich gloria gaynor nachkaeme

ps: hab ich schon erwaehnt dass das video von hubadings eigentlich ziemlich unterhaltsam ist? hab ich nicht? n? gut.