drei bis fuenf

ein durchschnittlicher tag hier bietet bequem platz fuer etwa drei bis fuenf gedanken.
mehr sind physionomisch kaum moeglich.

ausgewachsene grossmenschen, selbst nur zu ausgesprochen langsam ausgefuehrten, dezenten, nichthektischen bewegungen faehig, liegen in sich zusammengesunken, dampfen im eigenen saft, oft kaum faehig, die daumendicken aschespitzen von den lustlos vor sich hinglimmenden zigaretten zu schnippen. nur ab und an wir die stille durch roechelnde, resignative seufzer durchbrochen.

kinder sind im gegensatz zu dicken, grossen menschen voellig hitze-ignorant.

morgens fuer schwerwiegende faelle von dormus interruptus sorgend, stehen sie verfrueht auf, und gehen abends defakto nicht schlafen. dazwischen bin ich nicht sicher, ob sie von photovoltaik oder photosynthese zu permanenter aktivitaet angetrieben werden. vermutlich sind aber hybridaggregate eingebaut, die zwischen licht und pommes frittes stufenlos umschalten koennen, und unglaubliche reichweiten und verbrauchswerte – bei voller gelaendegaengigkeit – erzielen.
so pfluegen die kleinen wanzen unaufhoerlich durchs pool, rennen, huepfen, rudern mit den armen, verkleben sich und andere mit fuerchterlichen drecks-zucker-schlatz-pfoten, und tun unverfroren ihre faehigkeit kund, dass auch in den oberen frequenzbereichen, dort, knapp unter der grenze der hoerschwelle, noch beachtliche schalldruecker und dezibelen moeglich, reproduzierbar und wuenschenswert sind. mit wissenschaftlicher akribie werden hier fortschritte in sowohl erzeugung als auch – mehr unfreiwillig – rezeption erzielt, die vor wenigen wochen noch nicht denkbar waren.

interessant auch, dass ich keine ahnung mehr habe, ob ich genug trinke oder nicht. sollte man eigentlich noch aufs klo, ab und zu? trotz schwitzung? ja?

und am fuenften tage ernsthaft den plan einer erwaegung schmieden, irgendwann spaeter doch des meeres naeher ansichtig zu werden, ist das verfrueht?

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