keine panik!

ich sag amal so:

“Es dauerte lange, lange, ehe wieder jemand sprach.
Aus den Augenwinkeln sah Phouchg unten auf dem Platz das Meer gespannter und hoffnungsvoller Gesichter.
»Jetzt werden sie uns wohl lynchen, was meinst du?« flüsterte er.
»Es war eine sauschwere Aufgabe«, sagte Deep Thought mit sanfter Stimme.
»Zweiundvierzig!« kreischte Luunquoal los. »Ist das alles, nach siebeneinhalb Millionen Jahren Denkarbeit?«
»Ich hab’s sehr gründlich nachgeprüft«, sagte der Computer,
»und das ist ganz bestimmt die Antwort. Das Problem ist, glaub ich, wenn ich mal ganz ehrlich zu euch sein darf, daß ihr selber wohl nie richtig gewußt habt, wie die Frage lautet«
»Aber es handelte sich doch um die Große Frage! Die Letzte aller Fragen nach dem Leben, dem Universum und allem«, jammerte Luunquoal.
»Ja«, sagte Deep Thought in einem Ton, als ertrüge er es mit Freuden, mit solchen Idioten zu reden, »aber wie lautet sie denn nun?«”–Douglas Adams.

bei alldenjenigen, die bis hierher durchgehalten haben entschuldige ich mich hiermit auf das höflichste für dieses fürchterliche zitat-format. ich hab das “align: center” jetzt an gefühlt drölf stellen rausgeschmissen, aber es wirkt immer noch nicht hinreichend. hrmpf. ich fürchte ich muss im hohen alter doch noch damit beginnen, mein eigenes wordpress-theme zu bauen. :-/

eiskaiserschmarren

ich gebe zu, man könnte schon bei der beschreibung der sache argwöhnisch werden, aber ich war halt neugierig.
gefrorenes (aufgetautes, mit quasigefrierbrand) vanilleparfait mit zwetschkenröster. letzterer gut, das ding ansich urkomisch gummiartig. ach, ich sags einfach: schlecht. das war schlecht.

default

warum nicht mal das wordpress default theme benutzen.
also bittschön, nur echt mit dem original trauerrand: “twenty sixteen”.
macht ja nix.

teh big four-o

scalp ab, erwachsen now.

versuchen Sie gelegentlich mal

ren
2014-12-23

über die gewebeseite der oesterreichischen post ag, (namentlich die hier) herauszufinden, ob und wenn ja wie lange morgen (am 24.12. jajaja, spät dran, DAS ist jetzt aber nicht das thema bitteschön.) eine bestimmte filiale dieses wichtigen dienstleistungsunternehmens offen hat.

spoiler: so einfach ist das nicht!

da gibts amal den filialfeinda, sehr gut.
postleitzahl eintippen, dazu bin ich in der lage und viel mehr sogar: willens und bereit. so.
und wirklich, relativ klar:
mo-fr: ja klar, schon.
sa-so: nein, das ist halt so, der herrgott und die gottesmutter wollen das so.
am feiertag: bitte nein, ist okay.
oiso: feiertag is ja eigentlich morgen nicht.
aus leidvoller erfahrung, und ich bin ja schon recht alt weiss ich: nau am nachmittag könnts dennoch ein bisserl eng werden.
aber jetzt in voller bürokratie, und ohne scherz: wo fängt der nachmittag an, wo hört der mittag auf?
gute frage, da bietet die seite links filtermöglichkeiten, hut ab.
also links das datum und die uhrzeit ausgewählt.
feine sache.
10:00 uhr vuamittog: passt.
doch nun:
15:00 uhr nochmittog: passt auch???
hmmmmmm …

ich sage es Ihnen, und zwar nur ungern: das lügt.

rufe zur sicherheit bei der hotline an, sagt der mann jaja EH KLAR: bis zwölfe.
weil: feiertag is nicht. aber: es ist VERKÜRZT.
verkürzt.

du nimmst ein stück holz

ein dickes, schweres stück holz, mindestens einen halben meter lang, und grade so breit, dass du es mit beiden händen noch bequem umfassen kannst.
und dann gehst du hin, nimmst ein, zwei schritte anlauf, nicht zuviel, sonst könnte man dir ja vorsatz unterstellen und nicht affekt, und holst aus und haust mit wohldefinierter wucht, und durchaus angestrengtem blick auf diesen orangen plastikkübel voll grauen, faden wassers, der dort in der ecke steht, der vorher nur ab und an ganz geringe wellen geschlagen hat wenn jemand dran vorbeiging. fast still war, kaum mal einwenig blubberte, satt und voll, und zufrieden.
du drischst also ein einziges mal drauf ein, nicht mehr, nicht weniger. und die wucht des schlages lässt das vormals schöne stille gewasser fast vollständig rausspritzen, in alle richtungen, ein paar von den wänden abprallende spritzer treffen auch dich kübelschläger.
und das wasser und der kübel, die wissen nicht wie ihnen geschieht, haben das nicht kommen sehen, obwohl der raum hell erleuchtet war, offenbar hat der kübel in die ecke geblickt, und nun blickt er nur mehr viertelvoll auf das wasser, das da vor ihm in der ecke liegt, und in den holzboden versickert. und noch schappt der rest wild hin und her in dir, und sprudelt und dreht, und nun bist du der kübel, und du denkst wha? … und du denkst nicht viel. und du denkst au backe, wer soll das jemals wieder auffüllen, und du denkst was erlaube überhaupt, und irgendwie auch: recht so.

mein Fers

ren
2014-04-19

“… was wird wohl dein Fers sein?”

wien, niederösterreich, und …

happy birthday natasha

happy birthday natasha michi

<3

ich rufe dir nach.

juengst musste ich mein letztes katzentier begraben.

“Afghanistan” war sein name. Afghanistan, seineszeichens mehr-oder-minder-bruder von “Pocahontas”, ist am freitag, den 23.11.2012 auf dem kunststoffbelegten edelstahluntersuchungstisch von dietieraerzte.at zum letzten mal eingeschlafen.

mehr-oder-minder-bruder deshalb, weil auf diesem bauernhof in achau, von wo wir im mai 1999 die beiden kinderkatzen holten, es richtig tuechtig drunter und drueber, quasi durcheinander … ging, und man sich ob des stammbaums der dort rumwuselnden hunderten katzen eher kaum im klaren war.

Pocahontas bekam ihren namen wegen ihrer leicht gekruemmten, indianischen nase ab. ja, klar. etwas cheesy. aber immer noch besser als “minka” oder aehnliches.

Pocahontas ist, fast ein jahr, nachdem ihre hinterläufe wiederhergestellt waren, eines tages nicht mehr nachhause gekommen. das ist traurig, sehr traurig, laesst aber kindische hoffnungen in der art “aaach die ist einfach nur woanders” zu.

Afgahanistan, das land, war 1999 noch drei jahre vom naechsten kriege entfernt, Syrien ist zwar auch ein schoenes land (Syrien A Gogo, Mäuse) aber klang irgendwie als katzenname weniger passend. Afghanistans schnauze war auch eher spitz, und eher lang, entfernt aehnlich der eines afgahnischen windunds.

Afghanistan hat mir den schmerz nicht in ein diffuses etwas verwandeln, ersparen koennen. Afghanistan ist vor meinen augen gestorben, nach zwei, drei tagen quasi-komatösen zustand durch ein leberversagen. immerhin, sagen die aerzte, “glueck im unglueck” wie es heisst, hatte er dadurch keine schmerzen, bekam kaum noch was mit. wollte nicht mehr trinken, wollte am letzten tag nichtmal mehr auf den parkettboden pinkeln, wo er vor dem heizkoerper lag.

wer, frage ich mich, wird vom gassenanfang bis zum haus neben dem auto herlaufen, wenn er mein auto nicht nur hoert, sondern erkennt.

wer, frage ich mich, wird, wie das eben alte katzen tun, mit nicht-mehr-ganz-eingezogenen krallen ueber den parkettboden trippeln, so dass man ihn bei stille kommen hoert.

wer, frage ich mich, wird maeusevoegelschlangendiemaulwürfedernachbarinundjatatsaechlichauchhamsterundbabykarnickelausrufezeichen killen, als gaebe es kein morgen.

wer, frage ich mich, wird sich quer ueber tastatur, und die zu tippen versuchenden unterarme legen, und damit jegliches arbeiten genuesslich schnurrend unmoeglich machen.

sterben, sag ich, ist eine verdammte sauerei. der tod danach ist auch schon wurscht.

ich rufe dir nach.

ich weine dir nach.