ich rufe dir nach.

juengst musste ich mein letztes katzentier begraben.

“Afghanistan” war sein name. Afghanistan, seineszeichens mehr-oder-minder-bruder von “Pocahontas”, ist am freitag, den 23.11.2012 auf dem kunststoffbelegten edelstahluntersuchungstisch von dietieraerzte.at zum letzten mal eingeschlafen.

mehr-oder-minder-bruder deshalb, weil auf diesem bauernhof in achau, von wo wir im mai 1999 die beiden kinderkatzen holten, es richtig tuechtig drunter und drueber, quasi durcheinander … ging, und man sich ob des stammbaums der dort rumwuselnden hunderten katzen eher kaum im klaren war.

Pocahontas bekam ihren namen wegen ihrer leicht gekruemmten, indianischen nase ab. ja, klar. etwas cheesy. aber immer noch besser als “minka” oder aehnliches.

Pocahontas ist, fast ein jahr, nachdem ihre hinterläufe wiederhergestellt waren, eines tages nicht mehr nachhause gekommen. das ist traurig, sehr traurig, laesst aber kindische hoffnungen in der art “aaach die ist einfach nur woanders” zu.

Afgahanistan, das land, war 1999 noch drei jahre vom naechsten kriege entfernt, Syrien ist zwar auch ein schoenes land (Syrien A Gogo, Mäuse) aber klang irgendwie als katzenname weniger passend. Afghanistans schnauze war auch eher spitz, und eher lang, entfernt aehnlich der eines afgahnischen windunds.

Afghanistan hat mir den schmerz nicht in ein diffuses etwas verwandeln, ersparen koennen. Afghanistan ist vor meinen augen gestorben, nach zwei, drei tagen quasi-komatösen zustand durch ein leberversagen. immerhin, sagen die aerzte, “glueck im unglueck” wie es heisst, hatte er dadurch keine schmerzen, bekam kaum noch was mit. wollte nicht mehr trinken, wollte am letzten tag nichtmal mehr auf den parkettboden pinkeln, wo er vor dem heizkoerper lag.

wer, frage ich mich, wird vom gassenanfang bis zum haus neben dem auto herlaufen, wenn er mein auto nicht nur hoert, sondern erkennt.

wer, frage ich mich, wird, wie das eben alte katzen tun, mit nicht-mehr-ganz-eingezogenen krallen ueber den parkettboden trippeln, so dass man ihn bei stille kommen hoert.

wer, frage ich mich, wird maeusevoegelschlangendiemaulwürfedernachbarinundjatatsaechlichauchhamsterundbabykarnickelausrufezeichen killen, als gaebe es kein morgen.

wer, frage ich mich, wird sich quer ueber tastatur, und die zu tippen versuchenden unterarme legen, und damit jegliches arbeiten genuesslich schnurrend unmoeglich machen.

sterben, sag ich, ist eine verdammte sauerei. der tod danach ist auch schon wurscht.

ich rufe dir nach.

ich weine dir nach.

 

musste das heckenschneiden

nach wenigen minuten einstellen, weil ich mir erboste blicke einer bisher unbekannten mitbewohnerin zuzog.

auf meine frage hin, ob sie es fuer eine gute idee hielte, in direkter feliner raubtigernaehe wohnhaftig zu werden, gab sie sich bisher eher wortkarg.

amsl

ein guter tag

beginnt mit a fine amount of KCnKotze on teh fleckerlteppich.
yay?

back in teh game.

gestern verband runterbekommen.

heute mal kurz draussengewesen.

und aeh … was mitgebracht.

rock und roll

graus-content

ren
2010-08-02

sehr geehrte!

heute mit dem katzenviech wieder verbaendewechseln gewesen.

die linke seite sieht gut aus, die rock’n’roll-zehen entwickeln sich praechtig.

die rechte seite ist teils gut und teils nicht so gut. heisst, die eine seite der wunde bildet neue haut, heilt, sieht gut aus, die andere noch nicht so. wird noch mehrere wochen dauern, denke aber gesamt siehts nicht so uebel aus.

und nun bringen Sie die kinders ins bett, und atmen tief durch. vielleicht hol’n Sie sich noch einen schnaps oderso, je nachdem, ob Sie blut sehen koennen oder nicht. denn wenn Sie gaaaaaaaaaaaaaanz weit runter scrollen, dann sehen Sie bilder der wunde. muessen Sie nicht. machenS den brauser einfach zu, kein problem. ich bin Ihnen nicht boes. versteh ich total, dass man sein abendessen auch gern mal beisich behaelt. aber wie ich Sie kennen tun Sies ja doch.

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bereit?

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ja?

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wirklich?

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nur noch ein stueckchen ….

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zur erklaerung vielleicht vorher noch: dort, wo’s blutet, isses gut. rot: gut. schwarz-gelb: nicht so gut.

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nagut, also:

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ps: dass es so aussieht, als wuerde die KC hier nach der schere greifen, um sie dem naechstbesten arzt-aehnlichen menschentier in die weichteile zu rammen, ist purer zufall und entspricht ue-ber-haupt-nicht der wahrheit. jawohl.

dirty socks

heute beim nachhausekommen das katzentier ohne trichter angetroffen.

im garten.

muessig zu erwaehnen, dass ich sie so nicht verlassen habe.

katzentier hat es geschafft, sich a) den verhassten trichter wieder abzumontieren, und b) die KCnklappe zu ueberwinden, die an der innenseite mit einem 10kg katzenstreusack, und an der aussenseite mit einem hohlblockziegel gesichert war.

fragen Sie nicht wie, ich kann es nicht sagen. ich kann nur sagen: respekt.

ich fuerchte ich muss das ding zumauern, sonst wird das nix.

und wie erklaere ich dem tierarzt nun die dreckigen socken?

hump, nicht dump

die letzten zwei tage waren ganz dem trotzigem herumhumpeln gewidmet, heute wurde das katzengetier verbandgewechselt. ein event der drei menschenskinder – und natuerlich das tier selbst – eine gute halbe stunde schoen beschaeftigt.

ums kurz zu machen: das wird noch laenger dauern.

die linke hinterhand mit rock’n’roll-zehen sieht schon ganz gut aus, die rechte seite macht – wie eh sonst auch immer – probleme. is einfach sehr wenig haut da, die ueber die wunden wachsen kann. die naehte halten schlecht, der knochen kommt noch durch, da wird man vermutlich noch mal operativ dran muessen.

immerhin scheint das sichtbare gewebe lebendig und soweit in ordnung zu sein.

der gesamtzustand scheint ganz gut zu sein, dennoch sind antibiotika ueberlebenswichtig. nene, das is nix fuer homoeopathen und licht-esser, hier muss das gute zeuch ran.

hang in there, rock’n’roll kitten.

aufraeumarbeiten

ladies and gentlemaedchen, Sie sehen hier eine teilrestaurierte miezeKC.

zwo zehen der linken hinterhand mussten weg, der rest bildet fuerderhin einen veritablen rock’n’roll-gruss:

ImI

was die sehne rechts so tut, wird man sehen muessen.

aber, so sagen die tierdoktoren: es besteht verdacht auf hoffnung. :-]

danke euch allen fuer die warmen worte! *sniff*

beschaedigungen

draussen weht ein frischer oktoberwind aergerlich ob des fruehen berufsantrittes regen vor sich her. die erinnerung an die hardcore-zikaden-beschallung wird duch das gleichfoermige saeuseln der autobahn zu kleinen duftigen woelkchen zerstaeubt.

trotzig sitze ich trotzdem auf den stiegen vorm haus, um zu rauchen und auf die fehl am platz wirkenden flipflops zu starren. das rote stueck haut zwischen grosser, und sagen wir zeigezehe.

wenns sein duerfte, koennte ich die billigen schaumstoffplatten nun noch monatelang ohne die geringsten anzeichen von schmerz im gesicht durch die wildnis flappen, aber vermutlich wird der mangel an gelegenheiten die muehsam antrainierte zehenzwischenraumsabhaertung bald wieder dahinraffen.

die anfangs leise ahnung, dass der urlaub nun doch vorbei ist, kriecht heimlich von weit hinter den ohren ins vordere gehirn, setzt sich dort breit und fett fest, und schickt sich an, zu einer hoehnisch grinsenden gewissheit heranzuwachsen.

waesche waschen, all das sinnlose klein- und grossklump aus den reisekisten holen, fotos ordnen, online stellen …

nein.

denn drinnen sitze ich vor vor einem flach atmenden haeufchen fell und knochen.

die hinterpfoten stecken in dicken erstverbaenden, die bis zur operation halten sollen.

die kleine weibliche miezeKC lag beim eintreffen schwer verletzt im wohnzimmer, unfaehig aufzustehen, nur mit den vorderpfoten kriechend, mager und matt.

irgendetwas hat ihr am linken hinterlauf die achillessehne  zerissen, am anderen fast alle zehen zerstoert, ein stueck schwanz abgetrennt. ein fersenbein lag voellig frei, eitrig, nekrotisch. ob die knochen angegriffen sind, ob sie ueberleben wird, kann keiner sagen. ebensowenig, wer sie so zugerichtet hat. hund, marder, auto, eine kleine unachtsamkeit, vielleicht beim muede in der hitze doesen …

im besten fall: die sehne wird nichts mehr, sie wird sich humpelnd, dreibeinig fortbewegen muessen. im besten fall: die zehen muessen amputiert werden. im besten fall.

doch sie ist tough.

sie frisst, sie trinkt, und aergert sich voller stolz und verachtung ueber den plastiktrichter um ihren hals, der sie vom lecken, und davon, die verbaende wegzubeissen abhalten soll.

sie wirft der grossen maennlichen miezeKC, die verstaendnislos und unversehrt, beneidenswert beweglich um sie rumstreicht,  blicke zu die toeten koennten.

sie zuckt mit den ohren, wenn sie geraeusche hoert. sie sieht den insektenvorhang im wind wehen. sie will wieder raus.

sie lebt.

vermenschlicht, ich weiss.

kein mensch, ich weiss.

kein mensch.

nur ein stueck haustier.

wut, aerger, trauer, angst, aggression, schuld, meine herrschaften, treten Sie naeher, hab ich alles, hier kriegen Sie das volle programm.

looki looki

kennen Sie das? sie wuerden gerne schreiben “aus unserer beliebten kategorie ‘was wurde eigentlich aus …?’ lesen Sie heute die folge ‘niels ruf'” und dann wuerden Sie erzaehlen dass der lange schon kein echtes fernsehen mehr macht, wohl weil er zu dings war, arg undso. und dann wuerden Sie erwaehnen, dass der twittert wie verrueckt und dennoch, oder darueberhinaus, wuerden Sie schreiben, wie es scheint nicht so ganz weg kann vom video, und deshalb was neues macht, mit ohne fernsehen, aber schon schon mit mit video.

und dann denken Sie, ach, noe, ach, wo, und ach, ach!

das mit den kategorieen, das ist doch nur halblustig, und die ganze genausowenig lustige, aber doch laengliche einleitung und ueberhaupt, wofuer denn am schluss der ganze aufwand.

aber, irgendwie weitersagen wolln Sies doch.

pfff, wie jetzt die kurve kriegen, fragen Sie sich.

ganz einfach.

mal zum schluss kommen, mal abrunden, mal einfach link posten. also:

looki_looki

achja, und: was wurde eigentlich aus dem kamikaetzchen?