eiskaiserschmarren

ich gebe zu, man könnte schon bei der beschreibung der sache argwöhnisch werden, aber ich war halt neugierig.
gefrorenes (aufgetautes, mit quasigefrierbrand) vanilleparfait mit zwetschkenröster. letzterer gut, das ding ansich urkomisch gummiartig. ach, ich sags einfach: schlecht. das war schlecht.

teh big four-o

scalp ab, erwachsen now.

besonders viel

ist nicht los, in der sogenannten SCS, kurz vor ladenschluss, am heutigen tage.

heizmaterial

nur die dichte der PRIMARK säcke zeugt von einiger kauftätigkeit.
kein vernunftbegabter mensch kann derartige mengen an billigstbekleidung tragen, dasgehteinfachnicht.

daher meine arbeitshypothese für heute: die heizen ihre wohnungen damit.

zwengan

klichée warats.

Die Eisen von Am

ich find ja natur schon eher gut.

überall.

fast überall.

der specht im morschen gebäum: gut.

die engerlinge im boden: gut.

die veilchen und löwenzähne in der wiese: naja schon auch eher gut.

metallmusikgrunzen find ich prinzipiell auch gut.

abero.

die kreuzfidele death-metal-band “die Eisen von Am” wollte offenbar ihren feuchten naturkeller-proberaum hinter sich lassen.
die zahlreichen herren und damen bevorzugen seit neuesten nach feinstem zwotaktgemisch duftende räumlichkeiten, in einer schönen trockenen gartenhütte. das passt irgendwie besser zur stilrichtung. da lässt es sich trefflich gitarre spielen, grunzen und gröhlen. da kann man mit viel geduld und spucke bienenwabenhaft – aber doch eher düster – bauen und wohnen. und, last but not least, die socken bleiben trocken.

ich geb schon zu, die mietpreise sind hoch, eigentum in speckgürtelhausen ist quasi unerschwinglich, und die alte vespa stund da seit einigen lenzen rum. aber diese – die mehreren lenze nämlich – gleich als einladung, als leerstand, als nichtbenutzung wahrzunehmen, und eine veritable vespabesetzung vorzunehmen … nee du, das muss ja mal nich sein. da meld ich eigenbedarf an.

nachdem sich die feinen damen und herren auf mein in fast fehlerfreien am-eis-isch freundlich vorgetragenen “i bitt eich, schleichts eich, gehts ume in’ komposthaufen.” keine reaktion anmerken liessen, und ich als verbriefter im- und mobilienbesitzer an einer weiteren fristsetzung inklusive langwierigem instanzenweg nicht interessiert war, habe ich den rüstigen herrn Kärcher gebeten, für eine sofortige delogierung zu sorgen.

nun ist der herr kärcher eher ein mann fürs grobe.
wenn der in wallung kommt, dann fährt der einfach durch und drüber, es ist wahrhaftig kein schöner anblick.

ja, ich gebe es zu, der Kärcher zerstört metallwabenwohntraum.

aber in sachen wilder untermiete in harmlosen motorrollern, ich sags Ihnen ganz ehrlich, da bin ich ein bisserl intolerant.

sei es wie es ist: die punks sind raus.

bliebe nur noch ein klitzekleines folgeproblemchen … hätten Sie kurz mal einen föhn?

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april 3rd, 2013

let me put it this way: geh scheissn.

der grinst doch

der quadratschædel, der.
happy horseday! \o/
#hhd

hhd

der mittelgrosse farrrben-rant

damen und herren, ich halte euch nicht mehr aus.

gut ja, oiso: ich relativiere: damen und herren modefarbennamenschöpfer, geht doch bitte weg, hinfort, ich mag euch nicht – ich halte euch nicht mehr aus.

warum? weil: die welt ist bunt. so weit, so “eh”.

die welt ist aber nicht SOOO bunt wie ihr tut. so unbeschreibbar bunt. so kompliziert bunt. beziehungsweise: schon, aber. in wirklichkeit noch viel mehr! aber beschreibbar-bunt, verdammtnocheins, das müsste sie doch sein.

ich halte bezeichnungen für farben nicht aus, die ich nicht verstehe, die wo was ich mir nix vorstellen kann, und zwar: drunter!

gut ja, werdet ihr sagen, was der bauer nicht kennt … da muss man mehr open-minded sein … nicht so engstirning …

NIX GIPS! AUS! EURE NAMEN, die gehn gar nicht!

ich geb schon zu, mit RGB kommen wir nicht aus im wirklichen leben.
auch der alte CMYK, nee, der reicht nicht.

gut, an “bordeaux” hat man sich gewöhnt. jajajaja. kein problem. genauso “mint”, ein minzblättchen, na von mir aus. “rost” … oh da könnte ich vorträge halten. die farbenfrohen wunder der oxydation. aber von mir aus. “olive” … naja da gehts schon los. ich mein. nagut. spanisch? südameriganisch? griechisch? kalamata? verzeihung, aber wenn schon … “apricot” … hrmpf. des is eine fucking steinfrucht, keine farbe. “leinen”??? nein,  da wehr ich mich bis aufs blut! “leinen” geht da gar nich. “leinen” is ein stoff. ein stoff hat SCHON AUCH eine farbe, aber ist vor allem EINE ART STOFF. man kann einfach nicht sagen “oh dein wurstbrot ist aber heute so leinen”. nein, nein und dreimal schwarzer kater nein.
“sand”? ich mein, da gehts ja schon mal weiter. da frag ich dann gleich: welcher? der aus der sahara? oder der im aug? und “terra”?? really? jetzt … äh der ganze planet? der (verzeihung) “blauer” planet? oder jetzt mehr der dreck aufm planeten druff, oiso quasi die “soil”? da wären wir dann nicht mehr weit weg vom “schlamm”. (gerne auch: “Schlamm und Erde”, bzw “Mauve- und Schlammfarben”) halloooo, gehts noch?? klärschlamm? “Im engeren Sinne der Sedimentpetrografie ist der Schlamm ein feinkörniges Sediment, das aus einem Gemisch aus Wasser und Silt oder/und Ton (Pelit) besteht.” jo. aber sicher gibts da nicht nur _eine_ farbe dafür. “Peru”??? laut webfarbpalette gibts das wirklich (Peru #CD853F 205.133.95). aber ich mein … überall? dies land muss farbtechnisch unaushaltbar eintönig sein, wenn diese farbe, irgendwo wahrgenommen, tatsächlich die reaktion “aaaah jaaa … klar. peru. peru halt. das olle peru. so genau schauts aus in peru, in ganz peru und nix anderes will ich behaupten.” na dann googeln wir halt nach peru und finden: hmmmmm. also, bisi *grün*, bitte um verzeihung, is da meines erachtens schon auch dabei. in diesem peru. hm. will ich also ein feines hemdchen mit streifen in “peru”? fakt ist: ICH WEISS ES NICHT! weil ich mir nix vorstelln kann drunter. hrmpf. wie soll also jemand, der ein Peru noch nie gesehen hat, jemals entscheiden können: jaaa, ein Hemd mit Streifen in Peru, klar, das kann ich mir vorstellen, nie aber möchte ich eine unterhose in “weizen” tragen! “altrosé” aha, schon, aber wie alt jetzt genau? “chocolate”??? nein! is das jetzt mehr “milch” oder mehr “bitter”? vielleicht mit mandelsplittern? “army-grün”, “bottle green” hrrrrrmmmmpf … ich mein, jo, Ihr sollt mir ja nicht unbedingt die wellenlänge von 520-57 nm aufzählen, sooo bin ich auch nicht, aber irgendwie … gehts nicht ein fizi-bizi genauer?? “khaki” (und seine Abwandlungen wie “combat khaki”) aha, na servas gschäft. dass ich dann nur nicht das falsche darwisch, wär vermutlich fürchterlich. und “petrol” aaaaaaaaaaaaargh petrooooooohl!! don’t get me started! also bitte, jaaaaaa, ich habe “petrol” zur kenntnis genommen. ich finde zwar nicht, dass das petrol, das ich kenne, nach diesem super-duper-türkis aussieht, aber guut, jaa, vielleicht hab ich einfach noch kein rohöhl gesehen, mir is wurscht. “sattes denimblau”, “strahlendes petrol” oder “knalliges diva-rot” … satt, bitte gerne, eure strahlenden adjektive sind mir irgendwie zu neon. und knallig mit verlaub, ist mir zu laut. “titanium white”, jaja, der alte Bob Ross, gut, der darf das. überhaupt. die Künstler. die dürfen eh. und jeder, der als armes kind nur den 12er Jolly und nicht den 200er C’aran D’ache malkasten in die schule schleppte, der muss doch noch ein gesundes grundverständnis für die Vielfalt, aber auch eine sinnvolle farbbezeichnungen im hirn haben.
diese elende “jaaaaaaa aber es gibt doch 1000 schattierungen zwischen schwarz und weiss”-mafia, ja himmelschimmel, irgendwann wird die unterscheidung aber nur mehr lächerlich! wo sind die grenzen zwischen “nicht mehr ganz so richtig” und “aber schon fast”?

alles, was ich will, ist ein simples mapping von:

“farbe” auf “in wort gegossene bezeichnung” und “vorstellung davon”.

das muss doch gehn.

einfach so den weg des photons, ins auge, hirn dahinter, hirn kann wort bilden, aussprechen, schreiben, wasauchimmer.

das kanns doch nicht sein!

UND KOMMT MIR JETZT NICHT MIT DEN SYNÄSTHESISTEN. jaaaaa ich weiss dass es die gibt, farbe schmecken und sonne hören undso. fein. find sie auch total interessant. die mehrheit is das aber nicht. die mehrheit riecht kein zinnober. jaaaaa die mehrheit ist langweilig. jaaaa langweilig machts einfacher. mir doch wurscht.

bin ich ein farb-nazi?
ich weiss es nicht.
ich will doch nur ein wenig genauigkeit! präzision! klare verdammte nachvollziehbarkeit!

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh!

Ich sag euch jetzt amal was:
ihr könnts euch gerne ein eichhörnchen-beige auch ausdenken, von mir aus auch ein froschzungenrosa, oder noch besser auch gerne ohne das verständliche suffix: ein “zechenkaas” oder “nasenrammel”, warum nicht? von mir aus auch ein “feinstaub” oder ein “zirrhose”.
aber ich sags wies is: für mich ist die frage längst durch.

und die antwort erst recht, die ist nämlich einfach: RAL-FARBEN. und haltet mir jetzt keinen Vortrag, woför “RAL” die Abkörzung äst. das is mir jetzt worscht.
mir taugt dieses gar nicht so enge korsett.
da gibbet auch dufte namen, wenn man muss.
aber neben all dem kokolores gibbet vor allem ne dufte nummer zu, da kann man nachschlagen, da weiss jeder was gemeint ist.

wenn ich das nächste mal in den bekleidungsladen gehe, dann werde ich voller stolz kundtun:

“ich hätte gern ein stück hose in RAL 7016, bitte, danke.”

und gut is.

betong! betong!

aber ich wollte doch nur eine ebene flaeche zum aufstellen einer gut erhaltenen, ollen gartenhuette schaffen.

also kratz ich erde wech. das zeuch wird immer mehr statt weniger. scheibtruhenweise weggekarrt, und trotzdem schauts aus, als ginge nüschts weiter. nüüschts.

also saeg ich thujen um. is doch alles im weg!

also hau ich die verfickten wurzelstoecke raus.

mit der axt. kleinweis, stueck fuer stueck.

und was find ich: betong. nix als betong.

betonfundamentbatzen eines laengst vergangenen hundezwingers. vor dreissig jahren vom grossvater mittels einer *guten mischung* betoniert. tiefblaue farbe, wenn Sie verstehen was ich meine. mehr zement als sonstwas, hart, als wuerde es nochmal zwei weltkriege aushalten. als waeren da einst anstelle astreiner lassie-caniden tonnenschwere Ölöfantän kaserniert worden. arrrrrgh.

also stemm ich.

und kratz ich weiter.

und wieder: betong.

DAMN YOU BLOODY CONCRETE!

doch was muss ich merken, das hier ist anders.

das hier ist so … gleichmaessig.

JAA VERDAMMT NOCH EINS, was ist denn dieses?

EIIIIN SCHAAAAAAAAATZ???!!!!111elf bin ich reiiiich? innerlich gluecklich glucksend “… und meine dienerschaft, ernaehrt sich nur von weissbrot und orangensaft … das find ich fabelhaft!”

oder gar *schauder* der FÜÜÜÜÜÜHRRRRRÄÄÄÄRBUNKÄÄÄÄR? doch nicht reich … aber beruehmt???

nödu, is wohl nur der regenwassersickerschacht, den ich eigentlich vor dem haus erwartet haette, und nicht hinter ihm.

hm.

na eh auch schoen!

särrr schön.

angenommen

Sie sind in einer stadt und wolln trotzdem eine rennstrecke baun.

schwierich, weil platzintensiv.

“macht aber nix”, sagt sich der italiener, “dann bauma das in ein hausi ein!”

also, auf italienisch sagt er das.

und dann sieht das so aus.

und dann faehrt er da mit konzentration und entschlossenem blick, und trinkt tuechtich aufputschzuckerwaesserchen dazu.