Die Eisen von Am

ich find ja natur schon eher gut.

überall.

fast überall.

der specht im morschen gebäum: gut.

die engerlinge im boden: gut.

die veilchen und löwenzähne in der wiese: naja schon auch eher gut.

metallmusikgrunzen find ich prinzipiell auch gut.

abero.

die kreuzfidele death-metal-band “die Eisen von Am” wollte offenbar ihren feuchten naturkeller-proberaum hinter sich lassen.
die zahlreichen herren und damen bevorzugen seit neuesten nach feinstem zwotaktgemisch duftende räumlichkeiten, in einer schönen trockenen gartenhütte. das passt irgendwie besser zur stilrichtung. da lässt es sich trefflich gitarre spielen, grunzen und gröhlen. da kann man mit viel geduld und spucke bienenwabenhaft – aber doch eher düster – bauen und wohnen. und, last but not least, die socken bleiben trocken.

ich geb schon zu, die mietpreise sind hoch, eigentum in speckgürtelhausen ist quasi unerschwinglich, und die alte vespa stund da seit einigen lenzen rum. aber diese – die mehreren lenze nämlich – gleich als einladung, als leerstand, als nichtbenutzung wahrzunehmen, und eine veritable vespabesetzung vorzunehmen … nee du, das muss ja mal nich sein. da meld ich eigenbedarf an.

nachdem sich die feinen damen und herren auf mein in fast fehlerfreien am-eis-isch freundlich vorgetragenen “i bitt eich, schleichts eich, gehts ume in’ komposthaufen.” keine reaktion anmerken liessen, und ich als verbriefter im- und mobilienbesitzer an einer weiteren fristsetzung inklusive langwierigem instanzenweg nicht interessiert war, habe ich den rüstigen herrn Kärcher gebeten, für eine sofortige delogierung zu sorgen.

nun ist der herr kärcher eher ein mann fürs grobe.
wenn der in wallung kommt, dann fährt der einfach durch und drüber, es ist wahrhaftig kein schöner anblick.

ja, ich gebe es zu, der Kärcher zerstört metallwabenwohntraum.

aber in sachen wilder untermiete in harmlosen motorrollern, ich sags Ihnen ganz ehrlich, da bin ich ein bisserl intolerant.

sei es wie es ist: die punks sind raus.

bliebe nur noch ein klitzekleines folgeproblemchen … hätten Sie kurz mal einen föhn?

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indischer reibekuchen

nach angeblich nur 1000km: tja bittschön, so wird das nix. wozu hat denn der herrgott dat öl gemacht.

da hat dann doch wohl einer in der hitze des gefechtes einwenig material mitgenommen.

und, wieder was gelernt: LMLs haben _keinen_ solchen zylinder-zentrierungs-stupsi. aber gut, wir sind ja nicht so, und bohren den schon mal raus.

aja, und dann war da noch die geschichte vom könig elestart und seinem zahnkranz, und der untersten kühlrippe. aber glücklicherweise gabs im grafikbüro (!) eine flex (!), und schon ward das rippchen kürzer gemacht.

jetzt hamwa da original italienische 125ccm, etwa 30 jahre alt, in einer eigentlich etwa drei jahre jungen 150er LML. jaaa ich weiss, hubraum kann man nur durch noch mehr hubraum ersetzen.

aber besser *etwas* fahren, als gar nicht fahren.

war mehr so ein proof of concept, und sonntägliche wiederbelebung, da nimmt man dann halt, was da is. ;)

und immerhin, tut wieder, der LüMmeL.

 

 

pumpt.

ren
2012-08-27

“vorrichtung zum ueberpruefen der pumpfunktion der oelpumpe eines vespa oder -artigen motorrollers.”

jawohl, pumpt

 

die rote bruzeltante aus dem land des laechelns

nungut. nu issi da. dicker als ich dachte, und wahrlich eindrucksvoll. gnihihi.

angenommen

Sie sind in einer stadt und wolln trotzdem eine rennstrecke baun.

schwierich, weil platzintensiv.

“macht aber nix”, sagt sich der italiener, “dann bauma das in ein hausi ein!”

also, auf italienisch sagt er das.

und dann sieht das so aus.

und dann faehrt er da mit konzentration und entschlossenem blick, und trinkt tuechtich aufputschzuckerwaesserchen dazu.

aus unserer beliebten Serie “reden wir über vespa pixeletten” heute die episode: “das streifenkleid”

ren
2011-07-07

vespa 50 special

 

das streifenkleid in der vespa-photographie kann als Allegorie auf die spiralhaftigkeit, eine objektive Beurteilung des immerwiederkehrens der mode im – wenn nicht kreisrunden – DANN aber zumindest kreisrund gedachten Ablauf der zeit allgemein gedeutet werden, genauso wie eine Interpretation in Richtung Jahresringe, baum, lebensalter, holz, retro, Borkenkäfer, Abfolge, farbkontrast, wolle, strickliesel und haekelalfred, richtig und naheliegend wäre. hä?

nicht?

wir lassen uns nicht beirren und lernen aber möglicherweise – und dann auch gerne – das folgende:

  • im streifenkleid kann man sich dufte vor eine fuffi vespa setzen.
  • dank kürze des streifenkleids blitzt drunter weisses hervor.
  • trägt frau ein streifenkleid, so wird sie nicht ihres Oberkörpers amputiert, und kann fröhlich ins bildinnere lächeln. anderen, und das muss auch mal hie und da betont werden, geht es ja wirklich nicht so gut.

wahr ist aber auch und jedenfalls:

die vespa 50 special ist und bleibt eine der schönsten die-wo-gibt-immerdar.

herzlichen dank an http://scooterlounge.com für das fast freiwillige zurverfuegungstellen des Bildes.

und holla die waldfee, seit wann erlaubt sich die Wörterpresse, meine kleinschreibe und meine harten umlauz zu korrigiermodifizieren ich hab gesagt verdammtnochmal??!

is this thing wroooom-proof?

ren
2011-01-25

ansonsten: yeah, baby.

http://www.eleganceredefined.com/2009/08/25/fluvio-bonavia/

parapapa-paaaaaaa

namensgebung. schwierig.

schwanke noch zwischen “graue maus” und “titanium bisamratte”.

was meinen Sie?

jedenfalls ist sie:

und klicken Sie hier, zweng’ der herbstdepressionsverdraengung.

das typisierte leid mit dem wieder-kreislaufen-lassen

ren
2010-09-14

es ist zum seufzen.

stellen Sie sich vor, sie leiden an einem stark ausgepraegtem vespaholismus. kein schoener gedanke. immer und ueberall sehen sie wackelige zweiraeder auf viel zu kleinen reifen, unzureichende motorisierung und kurvige blechformen. kommen montags mit oelresten unter den fingernaegeln in die arbeit. zerfurchte fingerkuppen, weil Sie wieder mal keine handschuhe getragen haben, und sich mit einem teuflischen stueck bowdenzugdraht blutig gestochen haben. kreuzschmerzen vom buecken und ruecken und schrauben in der kalten garage. unschoen.

letztes jahr ward die suppengruene froschblendervespa angeschafft. mehr durch zufall, ein ooopsie-ebay-kauf. naja, ansich kein schlechtes angebot, durch diverse unzulaenglichkeiten des verkaeufers stand aber schon der kauf unter keinem sehr positiven lichte.

dann war das modell exotisch. ein deutsch-italienisches maedel, hoerend auf die modellbezeichnung VNX1T, eine der ersten der reihe PX. komischerweise mit einer art sprint- (also sehr alt) -motor mit kleinem kurbelwellenkonus (also ebenso alt) und unterbrecherkontaktzuendung (ja, genau) mit sieben kabeln. sieben! das ist unrecht!

die motornummern stimmten ueberein, aber was heisst das schon innerhalb von 30 jahren …

also ging ich hin das ding zu restaurieren.

was soll ich sagen. da war kaputt undoder abgenutzt, was kaputt undoder abgenutzt sein kann. manchmal sogar beides. kolben steckte fest, zylinder war aber noch brauchbar. mal kurz drueberhohnen und naja, ein brueller soll das eh nicht werden, muss ja noch typisiert werden, das geraet.

kurbelwelle steckte fest, unteres pleuellager komplett zerrostet, feststeckend, beide kurbelwellenlager ebenso komplett festgerostet. gut. neue kurbelwelle. neue lager, eh klar, neue dichtungen. die kupplung wurde ueberholt, und kurbelwellenseitig abgeschliffen, damit sie nicht schleift. das is aber eh standard, doch lesen Sie weiter! das getriebe war zerknackst, abnutzungen an diversen zahnraedern, alles neu. schaltkreuz und so pipifatz-gschichten erwaehne ich gar nicht, ja? zu guter letzt waren noch die daempferfedern im primaerkaefig hinueber, musste neu befuellt und vernietet werden. fein! hatte ich noch nie! bremsen neu, und zwar samt und sonders, inklusive aller betaetigunshebeln und -wellen.

der winter zog ins land, der fruehling zog ins land, der sommer zog ins land … und schliesslich fuhr das teil. und gar nicht schlecht.

die siebendrahtige zuendungs-katze wurde durch eine dreidrahtige ersetzt, der alte meister wollte es so. ich war zu bloed ihm einhalt zu gebieten. und so fuhr das teil, lichtete aber nicht. niemals nicht. wuerde es einfach auch niemals tun, ohne den kompletten kabelbaum uebern jordan zu schicken, und grobe elektrische umbauarbeiten an spannungsregler, schaltern, jo, kurz: “eh allem” durchzufuehren. dreck.

kurz: die ganze schoene arbeit im prinzip umsonst, alle teile umsonst finanziert, alles sinnlos.

jaja, vesparestaurieren macht frustrationstolerant.

der plan war ja eben _keinen_ neuen motor zu kaufen, _kein_ neues aluminium vergiessen zu muessen, bestehendes zu restaurieren und wiederzuverwenden, _keine_ zusaetzliche umweltbelastung und unnoetig schrott zu produzieren. tjo.

viele monde spaeter, als der frust einwenig abgeklungen und geschluckt ward, die ausgaben abgeschrieben und gaaanz tief verdraengt, schliesslich doch einen modellarisch neueren gebrauchtmotor auf willhaben.at gefunden, gekauft, runderneuert … eh kloa, wieder lager, dichtungen, simmeringe, O-ringe, bremswelle, schaltkreuz. jaja, die alte “wenn dann gscheit”-mentalitaet, die so gern so viel geld kostet … hab ich die neue (Cosa) kupplung erwaehnt? ein grosses biest, dass ansich technisch ueberlegen ist, aber erst mal fuer die alte kroete passend gemacht werden muss … eiiin jammer.

aber gut, nun hatten wir eine kurbelwelle mit zeitgemaessem konus, und damit die moeglichkeit eine ‘vernuenftige’ – weil elektronische – zuendung zu montieren.

und nebstbei einen tiptopquasineuersuperduper “ersatzmotor” fuer eine nichtvorhandene sprint, vielzuteuer zum verkaufen, ha supi, den legen wir jetzt mal auf  lager. hrrmmm.

tjo. jo. oiso. die zuendung.

also derer mit fuenf kabeln haette ich drei stueck rumliegen.

derer mit sieben jedoch … ein jammer.

doch wie so oft kommt der blitz des geistes unerwartet und im schlaf, und wie so oefter liegt die loesung naeher in der ferne … als … nein aeh … schweifen … undso. genau.

ich hab doch noch diese schnuckelige P200E, die – himmelschimmel, tatsaechlich! auch eine VSX1T ist, und sooo weit von der froschgruenen gar nicht entfernt ist! und zwar weder modell-technisch noch geographisch, weil aeh … in derselben garage genau danebenstehend. ohjemine, warum bin ich da nicht frueher draufgekommen und hue und hott und pi pa po und #facepalm sowieso.

mein lieber scholli.

also zip um- und ein- und hergebaut. und zap gefahren und zap licht! es wurde licht! es leuchtete und blinkte und hupte wie ein roehrendes rentier.

supi.

also kurz zusammengefasst: es ging, alles zusammen zusammengebaut, und am vorabend in die garage geschoben.

am nachmorgen, also am morgen nach dem vorabend, man koennte auch sagen: am tage selbst: aus der garage geholt, angekickt und … nein. natuerlich nicht losgefahren.

denn, man weiss nicht wieso: ging nicht.

tat nicht.

vorabend ja, tag nein.

#FAIL!

gut, also zyndung umgebaut, ich muss fahren. licht is mir wurscht. ich muss zu KURA, ihm die defektive zuendung unter die nase halten.

zyndung umgebaut, zu KURA gegurkt, dem dicken fail-zyndung in die hand gedrueckt und “biiiiiiieeettteeeeeoaschkraeuwelgehtned” geweint.

er sie getestet und: ging!

y… yay?!

verdammtnochmal.

schliesslich draufgekommen, dass da ein kabel an versteckter stelle natuerlich, wo sonst, doch durchgescheuert war. himmelherrgottsakra, drum gings mal, mal nicht.

also wieder nach hause gegurkt und ein astreines neues kabel angeloetet. und eingebaut. und tat. pfuh.

fertig um etwa 12:00 uhr, und um 13:00 der typisierungtermin. zippe zappe.

und denn? nunja.

den herren inscheniöööre der hochwohlamtlichen landesregierungstechnischen ueberpruefungsstelle ist – so unterstelle ich – vor allem eines: den ganzen tag urfad.

und dann weiden sie sich in jeglichem kleinen mangel, den sie finden.

und sie weideten sich, und weideten sich.

sie so: “das hoechste zulaessige gesamtgewicht war aber in deutschland zwohundersiebzig kilos und in oesterreich zwohunderneuzig kilo, JAWASMACHENWIRDENNDAAAA????”

und ich so (nach innen, denkend): “na was wohl, du riesen~~+**###@@!!! abspecken, ganz klar!”

und ich so (nach aussen brav sagend): “soso” und “wirklichwahr” und “fuerchterlichneinnein” und “mhmdasistnatuerlichrichtig” und “jaherrinscheniöör”. baaaaaaaaaaaaaaaaah.

und ueber allen koepfen ist ruh, und ueber allen koepfen haengt ueberlebensgross der landes-proell, der schiache sauhund ehrwuerdige landesfuerst.

und so ward eine schoene maengelliste ausgefasst, und neuer termin vereinbart, in EINEM MONAT, eh kloa. ist ja auch schon quasi winter dann, und schneefall und zeuch. eh kloa.

pffff.

zwoundsechzig verdammte jahre

62 jahre gibts jetzt vespas, ok, sagen wir bis 2002, aber davon gibz ja auch noch restbestaende … aeh ich verschwurbel mich, ich gleite ab. also nochmal von vorn:

seit etwa 62 jahren gibt es spezielle italienische blechmotorroller, denen ich verdammt zugeneigt bin. zwei-und-sechzig-verdammte-jahre. und jetzt! also hier! also 2008! gibts was neues, also das GLAUBEN Sie nicht.

hach, ich krieg ja kaum noch luft bitte, so regt mich das auf.

also gut, langsam, ich muss ich wie es scheint ausholen.

das prinzip des klassischen vespa motors ist es (seit 62 jahren!) dass die kurbelwelle den einlass des luft/benzingemisches bestimmt. nennt sich auch ‘drehschieber’ oder ‘rotary valve’ motor … letzteres is imho etwas euphemistisch, weil ‘valven’ tut da recht wenig. kurbelwelle also kurbelt, und je nach winkel laesst sie benzin/luft-gemisch rein, oder nicht. das ist ansich kein schlechtes motorprinzip, wartungsarm, unspektakulaer, robust. nun ja. wenn man mehr so nach fuenfzigerjahrekriterien denkt. die dinger haben sich aber enorm lang gehalten, obwohl die konkurrenz schon seit geraumer (nagut: langer, laaaaanger) zeit die vorzuege von membrangesteuerten ansaug-systemen verwendete. die letzteren basieren auf membranen, die unabhaengig von der kurbelwelle oeffnen und schliessen, und u.a. den vorteil haben, dass wirklich zu ist, wenn zu ist, und nix mehr zurueck zum vergaser schwuppen kann.
und zurueckschwuppen will mensch im normalfall nicht. darueber hinaus sind membrangesteuerte motoren im regelfall leistungsstaerker und oekonomischer zu betreiben.

jetzt blieb die zeit nicht gaaanz stehen, sondern findige drittanbieter boten auch fuer den retro vespa motor nachruestsaetze an, mit denen die funktionalitaet gut bis ganz gut imitiert wurde. oh was hat man seit ca den 80er jahren in mue-he-voll-ster handarbeit selbst nachgeruestet …

aluschweissen! fraesen! teure membran-kits kaufen! feilen! polieren! noch mehr fraesen! fluchen! schwitzen! noch mehr fraesen! wieder nachpolieren! fluchen! noch mehr fraesen! nachpolieren! stuuuhuuuudenlange arbeit!

und dann funktionierts? und zischt?
ja.

jein.
naja.
man hatte traditionell mit einigem gefrickel zu kaempfen … viele einzelteile … viel moeglichkeiten dass es undicht wird und das is fuer die funktionalitaet eines motors naturgemaess eher schlecht. aerger ueber aerger, folgekosten, noch teurere membrankits nachkaufen, wieder stuuuuuuuuuuhuuuundenlange arbeit.

aaber was tut mensch nicht alles fuer das geliebte wackelchen.

*lufthol*

und jetzt.

JETZT!!

also 2008 (!) kommt ein indischer lizenz-vespa-nachbauer einfach her, und giesst ein bisschen alu hier, macht ein bisschen rocket science dort … und boom, ein perfekter membraneinlass OUT OF THE BOX direkt am motorgehaeuse. zack bumm aus.
LML hats gemacht. LML Stella heisst das teil, und basiert foermlich auf einer PX150, und hat einen erstmal wirklich tendenziell wahrscheinlich ziemlich sicher guten motor! (ja gut, wir reden hier immer noch von vespas, schnauze.)

also, obwohl das fuer die bigframes ist, und nicht fuer die smallframes, aber dennoch: wenn ich sowas mit 16 ghabt haette! alle haett ich verblasen! da-von-ge-zischt-o-hne-glei-che-n.

(ich mein, hab ich eh, mit nachbaugefrickel und stundenlangem basteln und herzblut und traenenschweiss, aber das ist eine andere geschichte).

und jetzt sagen Sie mir? brauch ich nicht eigentlich dringend einen neuen motor? hm? ja? sagen Sie?

LML Stella