upgraded

ren
2006-03-28

up-ge-gradet, ge-upgradet … jedenfalls ist das hier jetzt wordpress 2.0.2 und das ist gut so.

chinesische folter

ren
2006-01-09

es begab sich jüngst, dass ein wundersames geraeusch auffiel: in schon sehr regelmaessigen abständen tropfte es, oder klopfte es, leise in der wand. leise, leise, leise troklopfte es immerfort, und ward mal hier und wart mal dort. nie jedoch richtig einzuordnen, mehr eine ahnung im gebaelk, immer nahe dran, als jux des unterbewusstseins mit dem geplagtem beobachter versteck zu spielen. einst lag ich doch wach und sinierte, und gespannt lauschte ich dem geraeusch. da packte mich der empirische geist, und loswandelte ich, um den ursprung zu erkuenden. “hallo”, so sprach ich monologisch zu mir, “heut sollst du deinen ursprung verraten. nicht wachen und nicht schlafen will ich, bevor ich dir auf die schliche komm.” so schlich ich von raum zu raum lausche hier und horchte dort, und ergruendete, dass es wohl in der kueche am lautesten war. ich kam schnell zur auffassung, dass wenns wo troklopfte es wohl aufhoeren wuerde mit troklopfen, wenn man ihm die nahrung entzoege. der wissenschafter ist ja nicht auf der teigwareneinlage dahergeschwommen ist er nicht. so drehte ich den wasserhaupthahn ab. trocken wars, und siehe da: es troklopfte weiter. so hakte ich ab, und protokollierte, und drehte den hauptstromhahn zu. dunkel wars, und siehe da: es troklopfte munter fort. der moeglichkeiten schon bedrohlich eingeschraenkt (mehr als drei zutze kann man hier nicht abdrehen) griff ich beherzt zum gashahn, um das letzte rohre dicht zu machen, uns siehe da:
(uebersetzt: nix. ruhe. niente.) doch erst der gegentest durfte gewissheit bringen: gashahn wieder auf, und siehe da, in aller deutlichkeit: “TROKLOPF!”
so ward der ybeltaeter gefunden, und gewissenhaft notierte ich in mein forschungsprotokoll: “es handelt sich um was gas-behaftetes.” muss mit dem letzten gaszaehleraustausch wohl ein geraet eingebaut worden sein, das eben bei seiner arbeit troklopft. und dies, moechte ich sagen, auf das abscheulich-konsequenteste. nun da aber erst lokalisiert und gefunden, kann dem auch entgegengewirkt, sprich, beim gaswerk ein baldiger austausch der quelle gefordert werden.
so sprach der hausmeister, bevor er mit einiger genugtuung im gesichte von dannen schlurfte.

nach einer nacht, einer langen.

ren
2006-01-03

ging ich denn hin
und betrat eine apotheke
und nicht nur betrat ich sie,
vielmehr sprach ich ohne furcht die frau magistra an,
sie moege mir doch etwas wick vapo-rupp verkaufen.
sie, ausgeschlafen wie sie vermutlich war,
fragte mich sogleich zurueck
ob ich eines ‘zum selber einreiben’ haben moechte
verdutzt ich stand
und der verlockung nachgebend
frug ich zurueck, ob es denn auch welche gaebe,
die von anderen personen als mir selbst aufzutragen waeren
und muss zugeben, dass mich die vorstellung teils aengstigte,
teils auf verwunderliche weise interessierte, ja ansprach.
bilder von dicken schwitzenden mohren, mit palmwedel in der einen,
wick vapo-rupp in der anderen sind zwar nicht unbedingt politisch korrekt,
draengten sich mir aber auf.
doch sie, die apothekersfrau
machte meine hoffnungen zunichte
und erklaerte
dass es auch zeug gaebe, das man kleinen kindern auf die brust schmiere,
welches sich von dem ‘fuer selber einreiben’
geringfuegig unterscheide.

jesus built my hotrod

nun gut, nachtschicht mit house of pain. und ministry. guter anfang mal. recht so.
hmm ein ganzes päckchen BahlsenheisstjetztLorenz nusscocktail. und durst.
dann noch kapha-tee, und später konnte ich mich auch nicht des kaffees erwehren.
um etwa 4 uhr dann doch muedigkeit.
nichts grossartiges schiefgegangen aber, und das ist nunmal schon schoen gut.

schall und rauch aus schrot und korn

jeder besuch in einem backwarenladen dasselbe: “ich hätte gerne dieses dings mit dem streusel drauf” oder “das längliche da hinten”.
geht auch gar nicht anders. die hippen und – wie ich meine – gar nicht billigen backwarenketten bezeichnen ihre produkte alle, bis auf wenige ausnahmen für basics, ausgesprochen unterschiedlich. wer soll sich das merken? als alltagsbewältigung müsste mensch ja listen mit sich führen, die das mappen von ‘backware A’ von ‘bäcker X’ auf ‘backware B’ bei ‘bäcker Y’ ermöglichen. irrsinn.
‘vitalstangerl’ ha! ‘fleserl’ okok.
oder eben auswendig lernen. der aufwand hat keine grenzen.
Wussten Sie etwa, dass ‘kornspitz’ ein eingetragenes markenzeichen ist, heutzutage? man sollte sich ‘semmel’ patentieren lassen – oder lieber gleich die methode, sozusagen das softwarepatent dazu. das wäre dann “Methode zur Herstellung einer luftigen, oben irgendwie eingekringelten weizenbackware” … die lizenzeinnahmen wären unermesslich.

der niedergang der elektropost

immer öfter fällt mir auf, dass immer weniger leute immer weniger emails schreiben – mich eingeschlossen.
spam gibz genug, das ist nicht das problem. phishing, viren, automatic replies, bestellbestaetigungen, ja eh klar. lieblos ‘an alle’ weitergeleitete spassemails, mit filmchen oder bildchen – sicher.
aber inhaltvolle, vielleicht persönliche mails, die etwas mitteilen oder etwas nachfragen? nope.
ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass instant messaging das alles kompensiert, was da mittels email nicht mehr geschrieben wird.
IM wird im normalfall nicht gebackupt (wo waren die skype-logs nochmal?). schon allein dadurch ergibt sich ein nachteil gegenüber email, wie ich meine. oder die durchsuchbarkeit … oder verwenden leute heute nur mehr multi-gigabyte webmailaccounts und deligieren die verwaltung ihrer post an grosskonzerne? muss mal literatur hiezu suchen.

radio urbanismo

man stelle sich etwa fuffzich leutchen vor, die sich des nächtens in ihr kraftfahrzeug setzen, um den parkplatz eines konsumstädtchens zu erreichen.
shoppingcity seiersdorf that is.
wo mediamarkt und H&M leblos im dunkeln leuchten, stehen dann die kraftfahrzeuge im halbrund, und mittig drin, durch die lautsprecher der autos vermittelt stehen die fuffzich leute dann dann auch, wiegen sich mit bier in handlichen gebinden beispielsweise zu t.raumschmieres monstertruckdriver, und dem, wozu oheim ostermayer und mister edlinger so riefen.
radio urbanismo, eine auslegung von städtischer agglomeration im nächtlichen nirgendwo, einem un-ort, der nur tagsüber, wenn überhaupt funktioniert, und diesmal auch nachts dezentrales zentrum wird.
ein falscher uhrturm dient als DJ-behausung, und projektionen bringen das thema des rurbanen zu geschau.
als eventueller höhepunkt wirkt ein tuning-autocontest mit zelebriertem kavalierstart der einzelnen proponenten – wobei sich die tuning-massnahmen auf eine art pimp-my-plastikkassettenrekorder und sympathisches ausreizen der möglichkeiten von geräumigen familienkombis beschränken, wenn man mal von flammenaufkleber auf knallig rotem grund absieht.
die agglo irgendwo besser gespürt? niemals, wichtel.

frystyk

ren
2005-10-16

nach anfänglicher morgendlicher orientierungslosigkeit bei der platzsuche (gute idee), und zwo dro bottichen kaffee können die betreiber hier stolz auf ihr restaurant … was sag ich, ihre lounge, ihren frühstückszeremonienbereich sein.
ein wasserkubus plätschert frische in den morgen, das buffet überfordert sowieso, zeit dehnt sich, und morpht die koffeinierte tagesbeginnphase zu einer gemytlichen brunchdecke, in sie man sich doch eben etwas länger als geplant wohlig einwickelt.
und sind sie es, die nämlichen betreiber? schwer zu sagen.
wenn sies sind, dann solln sie ruhig. wenn sies sind, dann sind sies eh auf eine unaufgeregte art und weise, so dass man anerkennend das köpfchen wiegt und zufrieden zustimmung murmelt.

letzte bastion gegen die political correctness

ren
2005-10-15

ja wenn er halt so heisst. (gummi neger, annastrasse, graz)
gummi neger

wir bauen um

ren
2005-10-15

aber nur bis 50 %.
bauen um